Schläge, Erpressung, Homejacking und Vandalismus

Nicht zum ersten Mal haben sich Vandalen an den Weihnachtsbäumen in der Fußgängerzone zu schaffen gemacht – aber noch nie so schlimm wie ausgerechnet zwischen dem 24. und 25. Dezember. Foto: Jan AlthoffFOTO: Jan Althoff

Zweibrücken. Einbrecher klauen aus einer Wohnung einen Autoschlüssel, um eine 85 000 Euro teure Limousine zu stehlen. Eine Suff-Schlägerei endet mit dem Verlust eines Schneidezahns. Eine Mutter wird Opfer räuberischer Erpressung durch ihren Sohn. Und Vandalen fallen über Weihnachtsbäume in der Fußgängerzone her.

Einiges zu tun hatte über Weihnachten die Polizei in Zweibrücken . Zunächst ging es um einen Fall von sogenanntem Homejacking: Am 24. Dezember brachen Unbekannte zwischen ein und neun Uhr in ein Wohnhaus in der Oselbachstraße ein. "Die Täter brachen über die Hauseingangstür ein und entwendeten dort im Eingangsbereich offensichtlich zielgerichtet den Originalschlüssel eines hochwertigen Audi A8, der im Carport des Anwesens abgestellt war", schreibt die Polizeiinspektion. Das Auto sei dann mit diesem Originalschlüssel entwendet worden. Der Zeitwert der Limousine werde auf etwa 85 000 Euro geschätzt. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise auf verdächtige Beobachtungen, Tel. (0 63 32) 97 60.

Am Morgen des 25. Dezember folgte der nächste größere Polizeieinsatz: Gegen 7.40 Uhr war es in der Pirmasenser Straße vor einer Gaststätte zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. "Hierbei gerieten eine Personengruppe sowie eine bislang unbekannte Person in verbale Streitigkeiten, woraufhin der 18-jährige Geschädigte von der einzelnen Person attackiert und letztendlich von dieser ins Gesicht geschlagen wurde. Hierdurch verlor der Geschädigte einen Schneidezahn", berichtet die Polizei . Alle beteiligten Personen seien so alkoholisiert gewesen, "dass sich die Sachverhaltsaufnahme mehr als schwierig darstellte". Der Täter konnte vor Ort deshalb nicht ermittelt werden. Einer Person musste schlussendlich ein Platzverweis erteilt werden, so die Polizei weiter.

Ebenfalls am 25. Dezember, gegen 8.05 Uhr, attackierte ein amtsbekannter 28-jähriger Beschuldigter in der Wohnung seiner Eltern seine 50-jährige Mutter derart verbal - einschließlich Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben -, so dass die Frau mit ihrem Sohn zur Postbank fuhr und unter dem Einfluss der Bedrohung dort 200 Euro abhob. Den Betrag händigte die eingeschüchterte Frau an ihren Sohn aus. Dieser entfernte sich daraufhin von der Bank, so die Polizei weiter. Der Wunsch in der Pressemitteilung auf "nunmehr weiterhin Frohe Weihnachten , in der Hoffnung auf mehr Nächstenliebe", erfüllte sich aber nicht: Mitten im Herzen Zweibrücken , in der Fußgängerzone, haben Vandalen einige der vor Geschäften geschmückten Weihnachtsbäume losgerissen und auf die Straße oder in Mülleimer geworfen. Empörte Bürger posteten am Sonntag ab 13.10 Uhr Bilder auf Facebook . Bei der Polizei waren hierzu bis gestern aber keine Anzeigen eingegangen.

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