Aero-Club Bexbach

Premiere auf dem Flugplatz Zweibrücken

Ein Windenstart (hier ein Testflug in Zweibrücken) sieht spektakulär aus und verlangt vom Piloten und Windenfahrer höchste Konzentration. FOTO: Thomas Ertel

Zweibrücken. Im Windenstart in einer Minute auf fast 1000 Meter: Beim Flugplatzfest 2018 können Passagiere solche atemberaubenden Starts miterleben.

Nach der Genehmigung durch das Luftamt Hahn sind seit kurzem auf dem Flugplatz Zweibrücken für Segelflieger erstmals auch Windenstarts möglich: Binnen einer Minute wird ein Segelflugzeug in steilem Steigflug auf fast 1000 Meter Höhe geschleppt. Das ist eine Premiere in Zweibrücken und viel höher als auf anderen Segelflugplätzen. Der Testbetrieb ist erfolgreich abgeschlossen worden, so dass beim Flugplatzfest 2018 erstmals auch Passagiere solche atemberaubenden Starts miterleben können. Das teilt der Veranstalter des Zweibrücker Flugplatzfests mit, der Aero-Club Bexbach.

Zunächst werde das Seil von der Startwinde, die am Ende der Startbahn aufgestellt ist, mit einem Rückholfahrzeug („Lepo“) bis zur Startstelle des Segelflugzeugs am Anfang der Startbahn ausgezogen. Dort wird das Seil am Segelflugzeug eingeklinkt. Auf Kommando beginnt der Windenfahrer das Seil zu straffen und schnell einzuziehen.

Das am Seil hängende Segelflugzeug wird in zwei, drei Sekunden auf mehr als 100 km/h beschleunigt, es hebt ab und geht in einen steilen Steigflug über, der nach etwa einer Minute über der Winde endet. Dort klinkt das Seil am Segelflugzeug selbständig aus und wird vom Windenfahrer für den nächsten Start auf die Trommel wieder aufgewickelt. Ein Windenstart sieht von außen spektakulär aus und verlangt vom Piloten und Windenfahrer höchste Konzentration. In der Regel beträgt die erzielbare Höhe im Windenstart an Segelflugplätzen zwischen 200 und 400 Meter. Die lange Startbahn in Zweibrücken macht es möglich, ein Seil mit einer Länge von 1800 Metern auszuziehen und bei guten Windbedingungen Ausklinkhöhen von fast 1000 Metern zu erreichen. Es gibt in Deutschland kaum Flugplätze, an denen im Regelbetrieb ähnliche Höhen erzielt werden können, informiert der Aero-Club weiter.

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