Neuer Zweibrücker Oberbürgermeister

Wosnitza beginnt am 20. Dezember seinen Dienst

Der designierte Zweibrücker Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD). FOTO: Marold Wosnitza / Claudia Fahlbusch

Zweibrücken. (ek) Jetzt steht es fest: Marold Wosnitza (SPD) wird seinen Dienst als Zweibrücker Oberbürgermeister am 20. Dezember antreten. Das erklärte er gestern dem Merkur. Zuvor stand für seinen Dienstantritt Anfang Dezember im Raum.

Der 53-jährige Wosnitza hatte am 14. Oktober die Stichwahl um das Amt des Oberhaupts der Rosenstadt gewonnen. Allerdings ist der studierte Erziehungswissenschaftler Professor an der RWTH-Universität in Aachen, an der er zudem Prodekan ist. Wochenlang war von Verhandlungen mit seinem Arbeitgeber über den Zeitpunkt seines Amtsantritts in Zweibrücken die Rede. Bis zum 20. Dezember sei jetzt „ in Aachen alles soweit abgewickelt. Da kann ich sicherstellen, dass eine saubere Übergabe möglich ist“, so der neue Rosenstadt-OB. Die Stadtverwaltung sei informiert.

Vor der Wahl hatte er erklärt, er werde im Falle eines Wahlsiegs einen Antrag auf Beurlaubung von seiner Professur stellen, dies sei beamtenrechtlich völlig unproblematisch. Das war letztlich aber eine Fehleinschätzung, wie sich nach der Wahl herausgestellt hat. Hinsichtlich der Beurlaubung, „ging es nicht so reibungslos, wie wir uns das vorgestellt hatten“, räumt Wosnitza ein. Das Problem: Mandatsträger (also etwa Stadtratsmitglieder) würden verpflichtend beurlaubt, bei Wahlämtern – wie dem Zweibrücker Oberbürgermeisteramt – gelte das aber nicht. Nichts wird also aus seinem Rückkehrrecht, das ihm nach der OB-Amtszeit die Rückkehr auf den Professorenposten in Aachen ermöglicht hätte. So bleibe Wosnitza nur die Wahl, seine bisherige Professur in Aachen ob der gewonnenen OB-Wahl aufzugeben.

Da Wosnitza sich für 2018/19 ein vorlesungsfreies Forschungssemester genommen hatte, das alle drei Jahre beantragbar ist, muss in Aachen der Vorlesungsplan nicht geändert werden. Bei weit fortgeschrittenen Forschungsprojekten müsse er nicht eingreifen, hatte er vor der Wahl gesagt, andere Projekte gebe er an Kollegen weiter.

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