Nach den Kommunalwahlen

Reicht es für eine Vernunft-Ehe?

Foto: Patrick Pleul FOTO: picture-alliance/ ZB / Patrick Pleul

Zweibrücken. Kommt es im neuen Stadtrat wieder zu einer großen Koalition zwischen SPD und CDU? Zuletzt waren die Fronten verhärtet. Nun wurden zumindest „erste Gespräche in guter Atmosphäre“ geführt, berichtet SPD-Chef Stéphane Moulin. Christoph Gensch (CDU) ist zurückhaltender. Auch die Frage nach dem neuen Beigeordneten ist weiter unklar.

Es gibt Ehen, die aus echter Hingabe geschlossen werden – und dann doch schnell und tränenreich wieder enden. Und es gibt die sogenannten „Vernunftehen“, die sich in manchen Fällen als wesentlich beständiger erweisen.

Werden SPD und CDU im neuen Zweibrücker Stadtrat eine solche Vernunftehe schließen? Eine Liebeshochzeit kann es nicht werden, das ist allen politischen Beobachtern klar. Dafür ist der Graben zu groß, den die Affäre um „Karl Otto Müller“ gezogen hat. „Karl Otto Müller“, jener Kritiker aus dem Hinterhalt, der auf Facebook unter falschem Namen Stimmung gegen die CDU machte und zu heftigen Vorwürfen und Gegenvorwürfen zwischen CDU und SPD sorgte und als Auslöser für die Aufkündigung der großen Koalition kurz vor den Kommunalwahlen herhalten musste (wir berichteten mehrfach).

Unmittelbar nach den Kommunalwahlen am 26. Mai erklärten beide Parteien noch im Merkur, dass sie wenig motiviert seien, diese Vernunftehe namens „große Koalition“ erneut einzugehen.

top