Sozialdemokraten sauer wegen Kandidatur

Moulin: Schneider schadet der SPD

Dirk Schneider sitzt seit vielen Jahren für die SPD im Stadtrat.FOTO: Veronika Hautz

Zweibrücken. Obwohl die Sozialdemokraten Thilo Huble als Beigeordneten-Kandidaten nominiert haben, will jetzt auch Dirk Schneider antreten.

Hochspannung vor der Wahl des hauptamtlichen Beigeordneten in Zweibrücken: Völlig überraschend hat nun mit Dirk Schneider ein weiterer Bewerber aus den Reihen der SPD seinen Hut in den Ring geworfen. Das sorgt für reichlich Unmut bei den Sozialdemokraten, die sich während ihrer jüngsten Delegiertenversammlung für den städtischen Kulturamtsleiter Thilo Huble entschieden hatten (wir berichteten). Dieser setzte sich damals hauchdünn mit 27 zu 25 Stimmen gegen den stellvertretenden Vorsitzenden der Stadtratsfraktion Thorsten Gries durch.

Schneider, der auch an der Versammlung teilgenommen hatte, gab seine Bewerbung am Montagnachmittag in der Verwaltung ab. Nach eigenen Angaben habe er sich bei der Fraktionssitzung am Abend dann auch reichlich Kritik anhören müssen. Die Gründe für seine Kandidatur wolle er erst während der Sitzung des Stadtrates nennen, der heute um 17 Uhr zusammenkommt. Gegenüber dem Merkur unterstrich Schneider seine Erfahrung, die er in mehreren Jahrzehnten im Stadtrat habe sammeln können. Ihm gehe es auch um die Informationspolitik der Behörde, die er in seiner Rede auch ansprechen wolle. Als Beigeordneter sei seine Tür für die Anliegen der Menschen stets offen.

Ihm seien auch mögliche Folgen bewusst, die seine Bewerbung auslösen könnten, wie beispielsweise den Auschluss aus der SPD-Fraktion. Er unterstreicht, dass es sich um eine Beamtenstelle handele, wobei die Bürger nicht wählen dürften. Deshalb sieht Schneider auch keine rechtliche Grundlage für ein Parteiausschlussverfahren.

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