Picknick im Park

Mitreißend von Abba bis Zappa

Tanzen, Singen, Klatschen, alle machen begeistert mit.FOTO: Margarete Lehmann

Zweibrücken. Picknick im Park mit der Hubbert House Band zu ihrem 10-jährigen Jubiläum

Ums Wetter musste niemand bangen, der Pfingstsonntag erstrahlte in mildem Sonnenglanz und mit ihm der Rosengarten, buntest erblüht, duftgefüllt, die Rosen durchweg königlich, selbst die „englischen Rosen“ weit weg von jedem Brexit.

Auf den Rasenflächen im Park Picknickstimmung, viele, viele Besucher ließen sich’s gut gehen zwischen Abba und Zappa, die Hubbert House Band kraftvoll zwischen Rock-Soul und Pop. „Wir sind eigentlich nur drei Musiker, Ich (Sängerin Sabine Deller), und Gitarrist und Schlagzeuger. Heute aber, zum Jubiläum, verstärkt mit dem Bassisten Günter Deutschmann, da sind wir richtig stolz drauf“, berichtet sie. Die Band also aufgerüstet, wie immer nimmermüde, mit geradezu sinnlicher Stimme in vorderster Front. Die Musiker verlassen oft kurz die Bühne, mischen sich unter die Picknickenden, besonders in Richtung Auerbacher Straußbuben, die in großer Besetzung erschienen sind, man kennt sich halt von manch heißer Kerbseligkeit. Gitarrist Markus Wille moderiert zwischendurch mit Witz leichthin. Sabine singt, gestaltet mit ihrer lässigen, rauchigen Stimme. Die Post geht ab bei „All time Rock‘n Roll“, da kommt Unruhe in die Zuhörer, Freiraum für Bewegung mit Hüftschwung und Tanz. Bei „American Pie“ entert ein Fremder die Bühne und erhebt seine kraftvolle Stimme. Es war keine Fremder, sondern, wie man schnell erkannte, der Sänger der, inzwischen aufgelösten, Eichelhäher, Fritz Schuster. Kein schlechter Einschub!

Langsam treffen auch die französischen Freunde aus Boulogne-sur- Mer ein, die beim heutigen Pfingsttreffen mit den Zweibrückern das 60. Jahr der Städtepartnerschaft feiern. Großer Bahnhof auf der großen Bühne am Nachmittag. Das Picknick gewissermaßen als saftige Ouvertüre. Das passt sehr gut zusammen. Und dazu der Rosengarten in festlichem Gewand, im Blütenrausch, wie „Meeres“wellen (Bezug auf unsere Freunde „sur mer“). „Picknick im Park“ mal wieder als harmonisches Zusammenspiel von Natur und Kunst, die sich eigentlich zu fliehen scheinen und sich eben doch, eh man es denkt, vereinen. Auf dem Stadtfest heuer sind die Hubberts übrigens auch dabei. Also, wer mehr will, nichts wie hin.

top