Oberbürgermeister-Wahlen

Mindestens Vierkampf ums Rathaus

Der Firmenchef und Ex-Linke Atilla Eren sagt, er würde im Rathaus mit harter Hand regieren: Er droht mit dem Degradieren von Amtsleitern, die ihre Arbeit nicht richtig machen.FOTO: @ Marco Wille -Photographie / Marco Wille

Zweibrücken. Auch Gerüstbauer Atilla Eren (parteilos) will OB werden. Ebenso Klaus Peter Schmidt (AfD). FDP prüft noch Kandidatur.

Jetzt sind es schon vier. Denn neben den bisherigen beiden Kandidaten Christian Gauf (CDU) und Marold Wosnitza (SPD) haben auch Atilla Eren (parteilos) und Klaus Peter Schmidt (AfD) ihren Hut in den Ring geworfen – vier Kandidaten gibt es also für die Oberbürgermeister-Wahl in Zweibrücken am 23. September.

Nachdem am Montagabend bereits Gauf und Wosnitza für CDU beziehungsweise SPD ihren Willen zur Kandidatur bekräftigten und jeweils einstimmig von ihren Parteivorständen dazu ermuntert wurden (wir berichteten gestern) gehen nun auch Eren und Schmidt ins Rennen.

Atilla Eren ist bereits vielen Zweibrückern ein Begriff. Im März 2016 trat er bei den Landtagswahlen für Die Linke als Direktkandidat an und holte im Zweibrücker Wahlkreis 46 acht Prozent. Seine Zugehörigkeit zu den Linken ist nun aber Vergangenheit, sagte Eren gestern dem Merkur: „Ich bin kein Mitglied mehr, vor zwei Monaten bin ich ausgetreten. Ich trete bei den Oberbürgermeister-Wahlen als Parteiunabhängiger an. Die Unterstützer-Unterschriften dafür habe ich locker zusammenbekommen“, erklärte Eren. 150 Unterschriften habe er gebraucht, 286 habe er eingesammelt und bei der Stadtverwaltung eingereicht. Der 50-Jährige, der ein Gerüstbau-Unternehmen führt, will im Wahlkampf klare Kante zeigen. „Ich will für mehr Bürgernähe sorgen. Bislang entscheidet der Stadtrat teilweise an den Bürgern vorbei, da werden Entscheidungen getroffen, die die Menschen so gar nicht haben wollen. Das muss sich ändern.“

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