Mehrgenerationen-Akademie

„Amerika“ – ein Ergebnis von Irrtümern

Mit Stolz präsentierte Werner Richter seinen Zuhörern den selbst gebastelten Globus, wie es ihn auch schon im 16. Jahrhundert gab. FOTO: Cordula von Waldow

Zweibrücken. Die Verkettungen rund um die Entdeckung und vor allem Benennung der „Neuen Welt“ Amerika erweckte Werner Richter bei der Mehrgenerationen-Akademie zu neuem Leben.

Der Kontinent Amerkia beruht auf einer Verkettung von Irrtümern. Diese klärte der pensionierte Zweibrücker Pädagoge, Werner Richter, kürzlich im Rahmen der „Mehrgenerationenakademie“ im Mehrgenerationenhaus auf. Die rund 20 Interessierten staunten bei seinem Vortrag „Wie Amerika zu seinem Namen kam“ über für sie völlig neue Erkenntnisse.

Interessant und unterhaltsam fasste der 70-jährige, viel gereiste Geschichtskenner die Lebensgeschichte rund um den Entdecker Christoph Kolumbus (1451-1506) noch einmal zusammen. Im Wettkampf mit der damaligen Seefahrer-Nation Portugal wollte der, aus dem italienischen Genua stammende, Gatte einer portugiesischen Gouverneurstochter den Seeweg nach Indien auf einer Westroute entdecken. Immer wieder sprach er nach der Ablehnung in Portugal vor dem, mit der christlichen Rückeroberung des Landes befassten, spanischen Hof vor, um Schiffe für seine Reisepläne zu erhalten.

Anders als die besser informierten Spanier und Portugiesen glaubte Christoph Kolumbus noch an die alte Ptolemäische Weltkarte, auf der schlicht 20 000 Kilometer Entfernung fehlten. „Deshalb hielt er die Reise für möglich“, verdeutlichte Werner Richter den ersten Irrtum.

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