Länderübergreifende Lösungen im Fokus

Zweibrücken. Die Bahn-Reaktivierung nur als Vorgeschmack? In Sachen Strukturpolitik rücken Zweibrücken und der Saarpfalz-Kreis stärker in den Fokus der Landesregierungen in Saarbrücken und Mainz. Die Verkehrsminister beider Länder wollen hier künftig stärker zusammenarbeiten.

Die weiteren Planungen zur Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Homburg und Zweibrücken sollen nur ein erster Schritt sein: Rheinland-Pfalz und das Saarland wollen bei strukturpolitischen Fragen im Grenzbereich künftig stärker zusammenarbeiten. Darauf haben sich bei ihrem Treffen in der Zweibrücker Fasanerie die beiden Verkehrsminister Volker Wissing (FDP ) und Anke Rehlinger (SPD ) letzten Donnerstag verständigt, erklärt Wissing in einem Merkur-Gespräch.

"Wenn die Region bei der Infrastruktur besser vernetzt ist, ergeben sich für die gesamte Politik Synergieeffekte", so der Liberale weiter. Das Saarland habe deutlich gemacht, dass es an einem intensiveren Miteinander bei der Strukturpolitik "sehr interessiert" sei. So habe er den Eindruck, dass man in Saarbrücken etwa den Nutzen des geplanten vierspurigen Ausbaus der B 10 erkannt habe. Wissing: "Ich glaube, dass wir durch den vierspurigen Ausbau ein Signal senden, dass Zweibrücken und die Südwestpfalz für Mainz wichtig ist." Heutzutage erwarteten die Bürger von der Politik, dass diese sich mit den konkreten Aufgaben in einer Region beschäftige und es schaffe, länderübergreifende Lösungen zu finden.

Wolfgang Kerkhoff, Sprecher von Anke Rehlinger , erklärte: "Trotz verschiedener Farben in den Häusern gab es einen großen Konsens hinsichtlich der Strukturnotwendigkeit für die Region". Ein ausgearbeitetes Konzept gemeinsamer Vorhaben gibt es dem Vernehmen nach aber noch nicht. Straßenbau- oder Ansiedlungspolitik könnten hier relevant sein.

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