So konnte das Publikum die programmatische Wirkung genießen: Weckte der zweite, tänzerische Satz Bilder barocker Tanzpaare an den Höfen, murmelte in dem ruhigeren, dritten ein Bächlein beim Frühlingsspaziergang, Vögel zwitscherten in den Flötenmelodien.

Zwischen den Werken erklärte Elisabeth Brach als Moderatorin einiges zur Barockmusik und ihren Besonderheiten ebenso wie zu den Instrumenten. So erlebten die Musikliebhaber nicht nur einen genussvollen, sondern einen zugleich lehrreichen Abend.

Die geschickte Musikauswahl zeigte eine deutliche Steigerung in den ohnehin hohen Ansprüchen an Technik und Virtuosität, die die beiden Musiker mit ihren improvisierten Soli eindrucksvoll bewiesen. Sehr außergewöhnlich war auch 5. Sonate in G-Dur von Georg Friedrich Händel. Das Adagio fiel mit interessanten, unerwarteten, rhythmischen Effekten auf. Tänzerisch brillierte die enorme Fingerfertigkeit des Flötisten im zweiten Satz, ein rasantes polyphones Zwiegespräch mit dem Cembalo führend.

Träumerisch ließ das beginnende Cembalo im dritten Satz die Zuhörer in einer anderen Welt versinken. Tief empfunden, kontrastierte auch der zweite Satz von Johann Adelt Hasse zu dem perlenden, jubilierenden Einstiegssatz.

Andreas Heiner aus Homburg war sehr gespannt auf das Cembalo gewesen, er bewunderte dessen Klangvielfalt. Er staunte über die gelungene Kombination mit der Traversflöte. „Das war nicht nur schön, sondern hat auch richtig gutgetan. Dieses Gefühl wird eine Weile anhalten“, prophezeit er. Ganz besonders fiel ihm die Stimmung in der Himmelsbergkapelle – und die zwitschernde Amsel vor dem geöffneten Fenster, die sich harmonisch in das Flötensolo eingefügt habe.

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