Kritik an Rasern und Bürokratie

Das Schild gibt die maximale Höchstgeschwindigkeit an der „alten B 10“ vor: 60! Aber viele Vekehrsteilnehmer halten sich nicht daran, auf dieser Strecke wird gerne gerast. Frühere Messungen (als dort noch Tempo 80 galt), zeigten, dass dort mit bis zu 137 Sachen gefahren wurde. Foto: Volker BaumannFOTO: Volker Baumann

Zweibrücken. Zweibrücker machen Bürgerbeauftragten auf Lärmproblem an L 471 und schwer lesbare Bescheide der Stadt aufmerksam.

Elf Bürger haben den Sprechtag des rheinland-pfälzischen Bürgerbeauftragten Dieter Burgard in Zweibrücken genutzt, um sieben verschiedene Anliegen vorzubringen. Dabei war auch ein Fall, den Burgard schon gelöst geglaubt hatte: Raser auf der L 471 im Bahneinschnitt (auch als "alte B 10" bekannt).

"Da habe ich 2010 schon geholfen, dass die Geschwindigkeit mit dem Schild ,Lärmschutz" auf 60 reduziert wurde", erzählt Burgard. Damals seien bei Geschwindigkeitsmessungen bis zu 137 km/h gemessen worden, erlaubt waren 80. Doch die Verringerung auf 60 werde weiter oft missachtet - der Beschwerdeführer warf deshalb am Dienstag bei Burgard die Frage nach ständigen Radarkontrollen auf. Wie Burgard nach dem Sprechtag auf Merkur-Anfrage erläuterte, sei der Lärm zuletzt auch deshalb schlimmer geworden, weil einige Vegetation von der Betonwand heruntergeschnitten wurde. Auch Gäste der Disco in Niederauerbach seien wohl unter den Rasern, außerdem viele Motorradfahrer, habe der Bürger berichtet. Burgard: "In meinen Gesprächen mit dem Innenministerium waren Radarkontrollen schon häufiger Thema." In Rheinland-Pfalz gebe es bislang "relativ wenig stationäre Radarkontrollen, obwohl sie in letzter Zeit etwas ausgeweitet wurden".

Burgard erlebt an seien Sprechtagen auch sehr widersprüchliche Bürger-Forderungen: "Die einen wollen mehr Kontrollen, die anderen erheben den Vorwurf der Abzocke."

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