Massiver Rückgang

Kaum noch neue Flüchtlinge in der Stadt

Der Stadt Zweibrücken wurden vom Land Rheinland-Pfalz in diesem Jahr erst vier Flüchtlinge zugewiesen. Im Herbst 2015 waren es noch rund 380 gewesen. FOTO: Uli Deck / dpa

Zweibrücken. Verwaltung: Dieses Jahr wurden Zweibrücken bislang vier Flüchtlinge zugewiesen, 2015 waren es insgesamt 380.

Die Stadt Zweibrücken verzeichnet einen massiven Rückgang an Flüchtlingen. Wie Heinz Braun, Sprecher der Stadt, dem Merkur gestern auf Anfrage sagte, wurden Zweibrücken in diesem Jahr bislang lediglich vier Flüchtlinge zugewiesen. In der Hochphase der Flüchtlingskrise, im Herbst 2015, seien es rund 380 Asylsuchende gewesen. Gründe für den – bundesweiten – Rückgang gibt es mehrere. Einschneidend waren die Schließung der Balkanroute im März 2016 sowie das inzwischen rigide Vorgehen der Küstenwache Libyens gegen Schlepper.

In Zweibrücken kommen also kaum noch neue Flüchtlinge an. Insgesamt hat das Sozialamt der Stadt laut Braun derzeit noch 106 Flüchtlinge registriert. Darunter seien viele Afghanen, ihr Status sei rechtlich ungewiss. Das Land werde zwar offiziell als sicher eingestuft, da es in Afghanistan aber mehrere Konfliktherde gibt, werden bundesweit kaum Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber dorthin ausgeführt. Wer einen offiziellen Status als Asylbewerber erhalten hat, fällt aus der Registrierung des Sozialamts „und geht in die Betreuung des Jobcenters über“, erläutert der Stadtsprecher.

Nach wie vor gelte: In Zweibrücken gebe es hinreichend Wohnraum für Flüchtlinge, dies sei in der heißen Phase im Herbst 2015 so gewesen und treffe jetzt natürlich erst recht zu. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau verfüge über genügend leerstehende Wohnungen, die sich die Stadtverwaltung gesichert habe. „In absehbarer Zeit gehen 30 Wohnungen zurück von der Stadtverwaltung an die Gewobau“, sagt Braun – sie würden nicht mehr benötigt.

top