Umstrittenes Mega-Projekt

Händler sagen „Nein“ zu Möbelhaus

Das Möbelangebot in Zweibrücken könnte sich in einigen Jahren deutlich vergrößern. FOTO: Malte Christians / picture alliance / dpa

Zweibrücken. Gemeinsamhandel möchte auf der Truppacher Höhe lieber Gewerbe oder Industrie ansiedeln.

Es gibt nicht viel, was die Zweibrücker Einzelhändler gegen das geplante Möbelhaus auf der Truppacher Höhe tun können. Aber immerhin haben sie jetzt offiziell eine Meinung: Sie sind dagegen. Das hat der Vorstand von Gemeinsamhandel am Mittwochabend auf seiner Vorstandssitzung beschlossen. Einstimmig.

Dabei ist die Händlervereinigung nicht komplett gegen die Erschließung des Areals durch den Solinger Investor André Kleinpoppen (wir berichteten). Industrie- oder Gewerbeansiedlungen stehe man positiv gegenüber, sagte der Gemeinsamhandel-Vorsitzende Andreas Michel gestern auf Merkur-Anfrage. „Die würden der Stadt mehr bringen“, findet Vorstandsmitglied Dieter Ernst. „Wenn Handelsansiedlungen, dann nur solche, die wir in der Stadt nicht haben.“

Der Vorstandsbeschluss, erklärt Ernst, sei dabei nicht als Kriegserklärung an Kleinpoppen und die Stadt zu verstehen. „Wir haben nur den Beschluss gefasst. Wir werden da jetzt nicht irgendwelche Aktivitäten ergreifen.“ Es sei nur darum gegangen, sich als Interessenvertretung der Zweibrücker Händler grundsätzlich zu positionieren und dem Vorsitzenden nach außen einen klaren Rückhalt zu geben.

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