Fridays for Future

Glocken rufen zur Demonstration

Vom Alexanderplatz aus zogen die Demonstranten durch die Stadt.FOTO: Jan Althoff

Zweibrücken. Über 500 junge und ältere Menschen folgten am Freitag dem Aufruf der Zweibrücker Fridays-for-Future-Gruppe.

Viertel nach Elf läuteten am Freitagvormittag die Glocken der Alexanderskirche und der Heilig-Kreuz-Kirche. Doch die Glocken riefen die Menschen nicht zum Gottesdienst, sondern zur Demonstration für Umwelt- und Klimaschutz. Vom Thema Klimaschutz sollten sich „alle Generationen“ angesprochen fühlen, begrüßte David Tran von der Zweibrücker Fridays-for-Future-Gruppe die über 500 jungen und älteren Teilnehmer der Veranstaltung. Deshalb stehe die Demonstration unter dem Motto „Alle für das Klima“.

Mit dabei war auch das frühere Kreistagsmitglied der SPD aus Contwig, Hans Bärmann. „Parteipolitik mache ich schon lange nicht mehr mit. Aber wenn ich die vielen jungen Menschen sehe, die sich für Umwelt- und Klimaschutz engagieren, geht mir das Herz auf“, sagte er. Das Thema bewege ihn schon seit Jahrzehnten. Deshalb war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, „mit den jungen Menschen zu demonstrieren.“ Auch die Schüler der Gesundheits- und Krankenpflege am Nardini-Klinikum waren gekommen, um für Klimaschutz zu demonstrieren. „Wir sind schließlich für Gesundheit zuständig“, sagte die Schulleiterin Elisa Döschl. Umwelthygiene sei auch ein wichtiges Thema der Ausbildung.

„Wir sind hier, um an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft zu appellieren, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen“, sagte Pfarrer Matthias Strickler. „So wie bisher kann es nicht weitergehen.“ Der Klimawandel bedrohe das Leben und die Schöpfung. „Wir leben auf Kosten der Menschen in anderen Teilen der Welt und auf Kosten der nächsten Generation“, rief der Niederauerbacher Pfarrer zu einer Änderung der Lebensweise auf.

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