Privates Büro soll Plan erstellen

Nachbarn wollen gemeinsame Schulpolitik

Auch nach eigenen Erfahrungen als Ex-Leiter der Zweibrücker Berufsschule (Bild) glaubt Walter Rimbrecht: Pirmasens und die Südwestpfalz hätten mehr von einem gemeinsam beschlossenen Schulentwicklungsplan als Zweibrücken.FOTO: Lutz Fröhlich

Zweibrücken. Zweibrücken, Pirmasens und die Südwestpfalz arbeiten erstmals an einem gemeinsamen Schulentwicklungsplan. Zweibrücken droht dabei unter die Räder zu kommen, warnt SPD-Schulexperte Rimbrecht.

Wie wird sich die Schullandschaft in Zweibrücken in den nächsten fünf bis zehn Jahren entwickeln? Das wurde bislang im Zweibrücker Schulentwicklungsplan analysiert. Die Nachbarstadt Pirmasens und der umliegende Landkreis Südwestpfalz haben aber schon 2018 angekündigt, dass sie künftig einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan wünschen – auch mit Zweibrücken. Der Zweibrücker Schuldezernent, Bürgermeister Christian Gauf (CDU), schlägt in den nächsten Sitzung dem Zweibrücker Schulträgerausschuss (21.3.) und Stadtrat (10.4.) vor, bei der Kooperation mitzumachen und gemeinsam „ein geeignetes Unternehmen“ zu beauftragen, diesen Schulentwicklungsplan zu erstellen.

In der Beschlussvorlage schreibt Gauf zur Begründung, warum ein „gemeinsamer Schulentwicklungsplan“ sinnvoll sei: „Um das schulische Angebot zukunftsfähig weiterentwickeln zu können, bedarf es einer regional abgestimmten, auch stadt- und kreisübergreifenden flexiblen Rahmenplanung.“

Doch das Vorhaben stößt auch auf Widerstand. SPD-Schulexperte Walter Rimbrecht kündigt an: „Die SPD-Fraktionen wird dem Antrag von Gauf am Donnerstag nicht zustimmen, weil man vor einer Zustimmung erst wissen will, was das vorgesehene Büro leisten kann. Es bestehen starke Zweifel, ob ein privates Büro mehr leisten kann als die Schulen selbst in Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht, Schulamt und Schulträgerausschuss. Deshalb will man vor einer Entscheidung das vorgesehene Büro einladen.“

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