Nach vermehrtem Vandalismus

Entscheidung über Videoüberwachung noch in der Schwebe

Kommen Überwachungskameras nach Zweibrücken? FOTO: Patrick Pleul / dpa

Zweibrücken. Wie am besten dem vermehrten Vandalismus in Zweibrücken begegnen? Diese Frage stellen sich sicher nicht nur die Stadtverwaltung sowie der Umwelt- und Servicebetrieb. Videoüberwachung, intensivere Kontrollen, härtere Bestrafungen der Täter – all diese Möglichkeiten sind nach der Zerstörungswut in den vergangenen Monaten beispielsweise auf und um den neuen Wasserspielplatz am Bleicherbach schon ins Gespräch gebracht worden.

Bezüglich einer dortigen Videoüberwachung habe die Stadtverwaltung allerdings noch keine Entscheidung getroffen, „das muss noch einmal abgeklärt werden“, sagte der Zweibrücker Stadtsprecher Heinz Braun auf Merkur-Nachfrage. „Das ist keine Entscheidung, die ein Einzelner oder ein kleines Gremium entscheiden kann.“ Die Verantwortlichen beschäftigten sich aber weiter mit dem Thema. Es sei allerdings ein Prozess, in den auch ein Datenschutzbeauftragter einbezogen werden muss. Klar sei, dass Monitoring, also eine Direktüberwachung ohne Aufzeichnung etwa wie beim Stadtfest, keine Lösung sei. Das helfe bei der Ermittlung der Täter nicht wirklich weiter. Auch Hilfspolizisten durch das Ordnungsamt tagsüber und nachts komplett für die Anlage auf dem Exe abzustellen, um den Platz zu bewachen, sei nicht möglich. Von einer nächtlichen Absperrung mittels Zaun, die auch schon im Gespräch war, habe man wieder Abstand genommen. „Das wäre nur schwer machbar“, erklärt Braun.

Allerdings ist in Planung, eine andere Maßnahme umzusetzen, um die Vandalen abzuschrecken: „Was wir angehen werden, ist, dass wir den Wasserspielplatz auch in der Nacht erhellen“, erklärt Heinz Braun. Eine Licht-Installation soll die für Kriminelle so verlockende Dunkelheit vertreiben. „Vielleicht hält das Licht den ein oder anderen doch von seiner Tat ab“, hofft der Stadtsprecher auf die abschreckende Wirkung durch die größere Gefahr des Entdeckt- und demnach auch Bestraftwerdens. Zumal der Platz dann vom Awo-Seniorenhaus am Rosengarten gut eingesehen werden könne.

Zahlreiche Fälle von Vandalismus hatten in den vergangenen Monaten in Zweibrücken für Aufsehen gesorgt (wir berichteten): Zerstörter und geklauter Blumenschmuck, Aufbruch des neuen Bücherschranks zwischen Rathaus und Schwarzbachtreppe, demolierte Gegenstände sowie gestohlene Hängematten vom neuen Wasserspielplatz am Bleicherbach (Schaden rund 4000 Euro) sowie das Herausreißen von Heizkörpern aus dem dortigen provisorisch aufgestellten Toilettenhäuschens (Schaden rund 1000 Euro). Der Vorstandsvorsitzende des UBZ, Werner Boßlet, hatte sogar eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Überführung des oder der Täter führen, die sämtliche Blumen aus Kästen an der Gutenbergstraße herausgerissen und in den Schwarzbach geworfen hatten. Allerdings vergeblich, da keine Hinweise eingingen.

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