Bundestags- und Landtagsabgeordnete aus Zweibrücken fordern Konsequenzen aus Skandal

Mit Wachsamkeit Datenklau verhindern

Klug gewählte Computer-Passwörter können Unbefugten den Zugang zu privaten Daten verwehren. FOTO: dpa / Oliver Berg

Zweibrücken. Die Veröffentlichung persönlicher Daten etlicher Politiker im Internet hat auch die Bundes- und Landespolitiker in Zweibrücken und der Südwestpfalz aufgeschreckt. Betroffen von ihnen ist offensichtlich allein die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Glöckner.

 

Anita Schäfer hat vorgebaut. Jedenfalls gelten in den beiden Büros der südwestpfälzischen CDU-Bundestagsabgeordneten in Pirmasens und Berlin strenge Datensicherheitsregeln. So dürfen ihre drei Mitarbeiter niemals Anhänge in E-Mails unbekannter Absender öffnen oder Links anklicken. Eine weitere Vorgabe: „Keiner darf fremde Sticks in den Computer einführen“, sagt Schäfer. Ob diese Schutzmaßnahmen letztendlich dafür verantwortlich sind, dass die südwestpfälzische Bundestagsabgeordnete im Gegensatz zu etlichen ihrer Kollegen von dem massenhaften Datenklau verschont blieb, bei dem offensichtlich ein 20-jähriger Schüler Privatdaten von nahezu Tausend Politikern und Prominenten im Internet veröffentlichte, kann sie nicht sagen ­– aber: „Es hat sicherlich geholfen, besser gegen solche Angriffe geschützt zu sein.“

Nicht ungeschoren davon kam unterdessen die südwestpfälzische SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Glöckner. Sie hatte zunächst „einen riesigen Schreck“, als sie erfuhr, dass jemand ihre Privatdaten im Internet veröffentlicht hatte. Aber die erste Aufregung hatte sich schnell wieder gelegt, als herauskam, dass es sich dabei nur um ihre Handynummer handelte. „Die kann ohnehin jeder auf meiner Homepage im Internet nachlesen“, berichtet Glöckner erleichtert. Aber es hätte schlimmer kommen können. Die Bundestagsabgeordnete denkt dabei an Kollegen, deren private E-Mails veröffentlicht wurden. „Das geht einem dann schon unter die Haut.“

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