Windkraft

Bauausschuss sieht Stadt auf sicherer Seite

Rund um Zweibrücken stehen schon seit Jahren etliche Windräder, wie hier auf der Sickinger Höhe bei Rosenkopf. Auch künftig wird es aber auf städtischer Gemarkung wohl nicht viele Windräder geben: Nur auf der Weißen Trisch sieht die Stadtverwaltung Potenzial.FOTO: Lutz Fröhlich

Zweibrücken. Dank der Prüfung des verworfenen Windrad-Standortes Buchwald erlange man Kontrolle darüber, wo Investoren Anlagen errichten dürfen.

Am Ende dominierten Freude, Erleichterung und eine überraschend einstimmige Entscheidung: Der Bauausschuss hat sich in seiner gestrigen Sitzung für das Windkraftgebiet „Auf der Weißen Trisch“ ausgesprochen. Was die Freude auslöste: Die zweite geprüfte Zone im Buchwald wird wie vorgeschlagen nicht weiterverfolgt. Das verfolgten Mitglieder der Bürgerinitiative Pro Dörrenbachwald um Initiator Manfred Dörner auf den Besucherrängen. Deren Einsatz lobte Mittelbachs Ortsvorsteher Kurt Dettweiler (FWG) ausdrücklich. 219 Bürger und dazu noch Fachbehörden hatten sich mit Stellungnahmen und Einwänden im Verfahren beteiligt. Und im nächsten Schritt, der geplanten öffentlichen Auslegung des Flächennutzungsplans, können sie sich wieder einbringen.

Achim Später, der zuständige Projektleiter des Planungsbüros Argus Concept, hatte zuvor darauf hingewiesen, dass man keine Zonen von vorneherein habe ausschließen dürfen. Denn nur wenn die Stadt auch nur eine Zone im Flächennutzungsplan ausweise, habe sie die Kontrolle darüber, dass potenzielle Investoren auch nur dort und nicht überall im Stadtgebiet Windräder errichten könnten. Es sei ganz wichtig, dass Zweibrücken nun eine ausgewieene Fläche habe, sagte Bürgermeister Christian Gauf (CDU), sprach dabei gefühlt fast allen Ausschussmitgliedern aus den Herzen und betonte die Rechtssicherheit des Verfahrens.

Grünen-Fraktionschef Norbert Pohlmann sah die Stadt jetzt auch „auf der sicheren Seite“, und betonte, dass „weder Stadtvorstand noch Stadtrat noch Argus im Buchwald Windräder hätten bauen wollen“. Dieses Gelände aber im umfangreichen Verfahren abzuklopfen (und dessen Untauglichkeit jetzt festzustellen) sei zentral für die Steuerung der Windkraft in der Stadt gewesen. Auch Dirk Schneider (SPD) erinnerte daran, dass man „sehr gut nachweisen“ müsse, dass die anderen Bereiche ungeeignet seien. Später erläuterte, dass man andere Bereiche nur herausnehmen dürfe, wenn das gut fachlich-methodisch unterfüttert sei. „Wenn das Gelände auf der Weißen Trisch auch nicht genehmigt würde, mahnte er, könnte die Stadt keine Konzentrationszone ausweisen. „Dann kann ein Investor für eine X-beliebige Stelle einen Antrag stellen und der der wird vielleicht genehmigt.“ Die Weiße-Trisch-Fläche nehme nur 0,9 Prozent des Stadtgebiets ein.

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