Auf altem Raiffeisen-Gelände wird wieder gebaggert

Am Freitagnachmittag waren die Boden-Austauscharbeiten bereits ein gutes Stück vorangekommen, wie das Foto zeigt. Foto: Gerrit DauelsbergFOTO: Gerrit Dauelsberg

Zweibrücken. Mit einiger Verzögerung haben jetzt Arbeiten auf dem alten Raiffeisen-Gelände an der Zweibrücker Luitpoldstraße begonnen. Dort wird innerhalb der nächsten Wochen belasteter Boden ausgetauscht.

Wieder stehen Bagger und Lkws auf dem früheren Raiffeisen-Gelände an der Luitpoldstraße. Bereits Ende 2012/Anfang 2013 bestimmten Bagger das Bild, als die Markt- und Lagergebäude abgerissen wurden. Doch das reichte nicht. Im Bereich des ehemaligen Düngerlagers wurden bei Bodenuntersuchungen Schadstoff-Belastungen mit Düngemittelnährstoffen wie Chlorid, Ammonium oder Nitrat festgestellt (wir berichteten).

Ein Ingenieurbüro hat einen Sanierungsplan erstellt, der einen vollständigen Bodenaustausch des Belastungsbereichs vorsieht. Auf Basis dieses Plans hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion in Neustadt eine Sanierungsanordnung erlassen, der in den nächsten Wochen umgesetzt werden soll. Die Arbeiten haben begonnen (wir berichteten bereits am Freitag kurz). Der Beginn war eigentlich für das Frühjahr geplant. Doch nach Angaben der SGD habe sich der Beginn verzögert. Raiffeisen habe die vielen Regenfälle im Frühjahr als Grund genannt. Dadurch sei der Boden "stark durchfeuchtet", gibt die SGD die Begründung weiter.

Nach Auskunft der SGD sollen die Arbeiten mehrere Wochen dauern. Was jedoch auch witterungsabhängig sei. Der Sanierungserfolg soll durch eine Grundwasseruntersuchung überprüft werden, teilt die SGD auf Anfrage des Merkur mit. Drei Jahre wird ein "Grundwassermonitoring" durchgeführt. "Die Untersuchungen schränken die Vermarktung nicht ein", sagt Nora Schweikert von der Pressestelle der SGD. "Die Vermarktung kann parallel erfolgen."

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