Polizei geht von Beziehungstat aus

Gefälschte Amok-Drohung gegen Grundschule

Die Albert-Schweitzer-Grundschule in Ernstweiler (Archivbild). FOTO: Jörg Jacobi

Zweibrücken. Polizei: Für Kinder bestand zu keiner Zeit Gefahr. Motiv der Fake-Mail sei offenbar enttäuschte Liebe. Der Tatverdächtige habe bereits gestanden.

Wegen einer Amok-Drohung gegen die Albert-Schweitzer-Grundschule Zweibrücken-Ernstweiler ist die Nachmittagsbetreuung am Freitag vorzeitig beendet worden. Das teilte die Polizei mit. In einer E-Mail um 11.18 Uhr an die Polizei habe der Absender habe ohne Angabe von Gründen für 13 Uhr einen Amoklauf an der Schule angekündigt. „Es war von Anfang an relativ klar, dass da nichts dran ist, aber wir die Schule sicherheitshalber natürlich sofort angefahren“, so ein Sprecher. Von dem Mail-Account seien in letzter Zeit einige strafrechtlich relevante Mails verschickt worden Der Unterricht sei regulär beendet worden. Die Eltern wurden informiert, damit sie sicherheitshalber ihre Kinder abholen. Der Verdacht gegen einen 35-Jährigen aus Rodalben bestätigte sich schnell: Die Polizei durchsuchte die Wohnung, fand aber keine Waffen oder andere Hinweise darauf, dass die Drohung ernst war. Der Mann habe die Mail gestanden. Es handele sich „mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Beziehungstat“: Der Mann sei früher mit einer Zweibrückerin liiert gewesen und habe sich in der Droh-Mail als der neue Freund der Zweibrückerin ausgegeben, um diesem zu schaden.

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