Große Hilfsbereitschaft in Rosenkopf

Feuer vernichtet Haus junger Familie

„Das Gebäude ist nach dem Brand total unbewohnbar“, berichtet Holger Hell, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Zweibrücken-Land.FOTO: Norbert Schwarz

Rosenkopf. Die vier Rosenkopfer hatten es sich gerade vor dem Fernseher gemütlich gemacht, als sie durchs Fenster Flammen sahen. Die Löscharbeiten dauerten fünf Stunden. Einer der 90 Wehrleute wurde dabei verletzt.

Flammen haben einer vierköpfigen Familie am Dienstagabend in Rosenkopf ihr Hab und Gut geraubt. Nichts blieb der Familie übrig als das, was sie gegen 20 Uhr, kurz nach dem Abendessen, am Körper trugen. Ihr schmuckes Eigenheim brannte in den oberen Etagen total aus. Unten in Küche und Wohnzimmer stand noch am Mittwochmorgen das Löschwasser kniehoch.

90 Feuerwehrleute kämpften mit der Feuerbrunst, die in dem Holzhaus in der Schulstraße reichlich Nahrung fand. Erst nach fünfstündigem Löscheinsatz hatten sie das Feuer weitgehend unter Kontrolle. Der Sachschaden wird auf 300 000 Euro geschätzt, teilt die Feuerwehr Zweibrücken-Land mit. Wegen der noch unbekannten Brandursache werde noch ermittelt.

Diesen Dienstag, den 24. März, werden die Eheleute Lena und Björn B. zusammen mit ihren Töchtern Annabell und Laura wohl im weiteren Lebensverlauf nicht mehr vergessen. Raubte doch ein Großfeuer im Eigenheim alles, was sie sich bis dahin angeschafft, geschenkt oder sonst bekommen hatten. Von den wichtigen Dokumenten und Erinnerungsstücken, wie sie in jeder Familie aufbewahrt werden einmal ganz zu schweigen. Wegen der Corona-Krise hatten die beiden Kinder im Alter von sieben und acht Jahren schulfrei. Die Mutter hatte den Abendtisch abgeräumt, die Kinder sich es noch kurz vor dem Fernseher gemütlich gemacht. Ausnahmsweise durften sie noch kurz schauen, ob der besonderen Allgemeinsituation.

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