Freiwillige Feuerwehr Zweibrücken-Land

Wehrleiter: Gundacker hat meinen Ruf ruiniert

Bei der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land ist derzeit Feuer unterm Dach. FOTO: Matthias Bein / picture alliance / dpa

Zweibrücken. Der zurückgetretene Feuerwehrchef Markus Schmidt wirft dem Verbandsbürgermeister Desinformation der Öffentlichkeit auf seinem Rücken vor. Der Streit um das neue Kommando-Auto sei aber nicht der einzige Auslöser seiner fristlosen Amtsniederlegung.

Erneut gibt es Kritik am Führungsstil des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Jürgen Gundacker (SPD). Anders als nach den überwiegend anonym erhobenen Mobbing-Vorwürfen Ende 2016 geht der Kritiker diesmal aber namentlich in die Öffentlichkeit: Markus Schmidt, bis zu seinem Rücktritt vor einer Woche (wir berichteten) 18 Jahre lang Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Zweibrücken-Land.

Der Bitte von Gundacker, sich seinen Rücktritt noch einmal zu überlegen, will Schmidt auf keinen Fall nachkommen, hat ihn im Gegenteil Gundacker noch einmal schriftlich bestätigt. Auch ein externer Vermittler (die Verbandsgemeinde hat im Herbst 2017 infolge der vorherigen Kritik an Gundacker ein Mediationsverfahren gestartet), könne seine Probleme mit Gundacker nicht mehr lösen, sagt Schmidt: „Mein Ruf ist so beschädigt, das können Sie nicht mehr korrigieren!“

Auslöser seines Rücktritts war der Streit um das neue Kommando-Auto für die Feuerwehr, so Schmidt am Montag in einem Merkur-Gespräch. Gundacker habe Tatsachen „bewusst falsch dargestellt“. Konkret habe Gundacker in einem Rheinpfalz-Bericht vom 7. Februar den Eindruck erweckt oder erwecken lassen (in dem Artikel wird teils Gundacker zitiert, teils wird die Quelle nicht namentlich genannt) – und dies später nicht einmal feuerwehrintern korrigiert – Schmidt wolle für sich selbst als Wehrleiter einen 40 000 Euro teuren BMW X3 als Dienstwagen, während sich Werkleiter Eckart Schwarz mit einem Dacia Duster für 15 000 Euro begnüge.

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