Forstwirtschaft

Verbandsgemeinden sollen Holz vermarkten

Südwestpfalz. Das Kartellamt hat die bisherige Regelung beanstandet und eine Neuorganisation gefordert.  Der Kreis will helfen.

Der Gemeinde- und Städtebund hat sich auf Kreisebene in Thaleischweiler-Fröschen getroffen. Dabei ging es hauptsächlich um die Holzvermarktung, die aus Kartellgründen neu organisiert werden muss.

Verbandsdirektor Winfried Manz, der in Thaleischweiler zum letzten mal in dieser Funktion vor der Kreisgruppe sprach, informierte die Mitglieder über die Neuerungen. Er selbst geht zum 1. Januar in den Ruhestand. „Ich hätte mir auch einen geordneteren Übergang gewünscht,“ betont er. Doch es sei nicht zu ändern, das Thema Holzverkauf sei dringlich.

Bisher war es so: Der Landesforst hat für die Gemeinden auch den Holzverkauf organisiert. In vielen Gemeinden sind diese Einnahmen ein fester Faktor im Jahresbudget, gerade in der waldreichen Südwestpfalz. In Baden-Württemberg wurde dies bisher ähnlich geregelt. Dort hat aber das Kartellamt eingegriffen. Wenn das Holz aus dem Staatsforst zentral vermarktet wird, dann komme das einem Kartell gleich. Das gleiche droht in Rheinland-Pfalz und damit wären die einzelnen Ortsgemeinden Kartellmitglieder und müssten mit empfindlichen Strafen rechnen. Um dem vorzubeugen soll der Holzverkauf nun dezentral organisiert werden. Daher schlug Manz vor, dass man diese Aufgabe an die Verbandsgemeinden überträgt und Verkäufer­einheiten bildet, die jeweils 15 Prozent des Gesamtholzverkaufes im Land nicht übersteigen dürfen. Die Verbandsgemeinden zwischenzuschalten hält Manz deshalb für sinnvoll, da ansonsten mehrere hundert Gemeinden für eine Verkaufseinheit unter einen Hut zu bringen seien.

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