Ich lebe gerne in Mauschbach

Unterwegs mit „Kälbermilch 43“

Die „Kälbermilch“ der Straußjugend ist ein Geheimrezept und durfte nur am Rimschweiler Kerwe-Umzug verteilt und probiert werden.FOTO: Volker Baumann

Die Mauschbacher Kerwe und ihre Gepflogenheiten

Es ist zwar noch etwas hin bis zum zweiten Oktoberwochenende, aber das ist natürlich für eine ordentliche Kerwe-Vorbereitung gar nichts. So sind die Mauschbacher Straußbube und -mäde aktuell damit beschäftigt, möglichst viel Werbung für ihre legendäre „Kälber-Kerwe“ zu machen, so beispielsweise letzten Freitag beim Treffen des Fördervereins Freiwillige Feuerwehr Mauschbach und traditionsgemäß am samstäglichen Kerwe-Umzug im (fast) benachbarten Rimschweiler.

Dort laufen dann die rund 20 „Kälber“, wie sich die Straußjugend aus Mauschbach nennt, mit einem 60-Liter-Faß, gefüllt mit Milch und „geheimen Zutaten“, beim Umzug mit und verteilen den Inhalt unters Kerwe-Volk. Das Rezept der „geheimen Zutaten“ wird streng gehütet und von Generation zu Generation weitergegeben. Allerdings kann man eines dazu sagen: Das Endprodukt sieht weiterhin wie Milch aus, beeindruckt allerdings durch seine unnachahmliche Wirkung auf Geist und Körper. „Kälber-Kerwe-Milch“ sozusagen, die nicht umsonst mit dem Hinweis „43“ bezeichnet wird. Dabei bezieht sich die 43 jedenfalls nicht auf die Anzahl der Kälber, die zur Milchproduktion beigetragen haben.

Soweit zum Ausflug der Straußjugend in die Nachbarregion, der erst wieder durch die eigene Kerwe ab dem 11. Oktober getoppt wird. Im Zelt neben dem Dorfgemeinschaftshaus regiert am Wochenende dann sozusagen ein zweiter Mauschbacher Rat und zwar der der Straußjugend. Die traditionelle „Zelt-Kerb“ hat wieder einige Highlights zu bieten. Neben den Spezialitäten aus der Mauschbacher Küche ist täglich Live-Musik angesagt: Freitags lassen, wie auch im Vorjahr, die Groovin Monkeys das Festzelt erbeben und samstags hat die Partyband Short Way die musikalische Gewalt in Mauschbach. Sonntags gehen die „Kälber“ dann „stännele“, bevor um 15 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus die „Kerberedd“ aus dem Fenster verkündet wird. Auch die Redner sind noch „Geheimsache“ und lassen sich noch nicht in die Karten schauen.

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