Übung bringt wichtige Erkenntnisse

Viele Übungsaufgaben mussten die Feuerwehrleute aus dem Südbereich am Wochenende bei der Großübung in Mauschbach erledigen. Foto: Norbert SchwarzFOTO: Norbert Schwarz

Mauschbach. 85 Feuerwehrleute und DRK-Kräfte üben in Mauschbach den Ernstfall an drei unterschiedlichen Schauplätzen. Eine grenzüberschreitende Großübung war es, denn Feuerwehrleute aus dem saarländischen Brenschelbach übten kräftig mit.

Löscheinheiten aus dem Süden der Verbandsgemeinde - die aus Kleinsteinhausen, Walshausen und Riedelberg waren allerdings außen vor - probten jetzt bei einer von der Löscheinheit Mauschbach großartig inszenierten Großübung den Ernstfall und die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Mit großem Tanklöschfahrzeug und sechs Einsatzkräften mischten auch die saarländischen Floriansjünger kräftig mit.

Scheunenbrand, Verkehrsunfall und Flächenbrand mit Schwerpunkt Großbrand bei einer Rundballenpresse sind die Übungsszenarien gewesen, und an realitätsbezogener Übungsvorbereitung durch die Mitglieder der Mauschbacher Löscheinheit mangelte es nicht. Weißer Rauch suchte sich einen Weg durch das alte Scheunentor und die Dachziegeln, Beängstigend die Steillage des Unfallfahrzeugs an der Brücke am Ortsausgang Dietrichingen, wo sich in einem weiteren Fahrzeug eingeschlossene Verletzte befanden und aus einem leckgeschlagenen Tank Gefahrenstoffe entwichen. Am Wirtschaftsweg, der Mauschbach mit der Nachbarstadt Hornbach verbindet und direkt den dortigen Friedhof erschließt, befinden sich große Gerätehallen des Mauschbacher Lohnunternehmers Lauer. Hier sei, so die Übungsannahme, ein Flächenbrand entstanden, der auf eine Rundballenpresse übergriff. Weil wabernde Rauchschwaden und helllodernde Flammen auch bei einer Übung mehr Aussagekraft besitzen als stupide Hinweise oder Beschreibungen in digitalen Meldungen, legte sich selbst Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben, schon immer engagierter Feuerwehrmann, beim Einsatzort 3 auf die Lauer. Die Flammenwand war geradezu furchteinflößend, Pech jedoch, das die digitale Funkverbindung nicht so klappte, wie die Verantwortlichen sich das eigentlich ausgedacht haben. Verspätet erst rückten die Käshofer Übungsnothelfer an, kamen die aus dem Nachbarort Dietrichingen mit der Tragkraftspritze dann erst zum Brandort, als nur noch kleine Flammen auf das vorherige Inferno schließen ließen.

Die Schwachstellen beim Digitalfunk sind eine wichtige Erkenntnis für Verbandsgemeindewehrleiter Markus Schmidt gewesen, der jedoch das große Engagement bei den Übungen betonte und die örtliche Wehr lobte, die sich mit der Vorbereitung jede Mühe gegeben habe. Unter schwerem Atemschutz bargen die Feuerwehrleute eingeschlossene Jugendliche, die Hornbacher Drehleiter war im Einsatz, und aus Contwig und Dellfeld kamen die Helfer, die mit Schere und Spreizer ganze Arbeit verrichteten.

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