Theater in Käshofen

Witzige Weihnachten

Günther, eigentlich Kandidat für ein Schäferstündchen, ist am Boden. Schwiegermutter Ilse hilft ihm auf. FOTO: Norbert Schwarz

Käshofen. Das Käshofer Theater-Ensemble feiert Premiere mit „Liebe, Frust und Schwiegermütter“.

„Liebe, Frust und Schwiegermütter“, der Titel von Hans Schimmels Beziehungskomödie ist vielversprechend – und das Laienspielensemble der Theatergruppe um Edith Schneider, Karl Hoffmann und Co. wusste die Handlung einmal mehr überaus humorvoll ins Bild zu setzen. Die vielen Zuschauer im restlos besetzten großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses dankten nach mehr als 180 Spielminuten mit tosendem Beifall und etlichen Vorhängen.  Traditionell am ersten Feiertag war der Vorhang zur diesjährigen Spielsaison hochgegangen.

 Die Handlung in Kurzfassung. Silberhochzeit darf demnächst Willi feiern. 25 Ehejahre – eine lange Zeit.  Von Knistern im Ehebett ist, das räumt Jubilar Willi offen ein, nur noch wenig zu spüren. Doch das soll sich ändern. Dafür will Freund Paul sorgen, der zeitgemäß eine Anzeige im Internet aufgibt. Was sie dabei nicht wissen: Die angetraute Ehefrau Gisela führt Gleiches mit ihrer Freundin im Schilde, der Ex von Willis Freund Paul. Schmetterlinge im Bauch soll jeder wieder verspüren, doch davon sind beide zunächst meilenweit entfernt. Doch eines ist klar, das Tohuwabohu bei den Eiermanns wird riesig, denn die Anzeige von Gisela und Freundin Waltraud wird im Käshofer Tageblatt samt Anschrift geschaltet. Fortan steht die Klingel dort nicht mehr still, geben sich die Hausfreunde und Lolitas sozusagen die Klinke in die Hand. Das Fass zum Überlaufen bringt dann noch der unangemeldete Besuch von Willis Schwiegermutter Ilse, die von Willi ohnehin nichts hält. Dabei ist Ilse regelrecht auf der Flucht vor einer Sekte aus der Zweibrücker Fußgängerzone, will eigentlich nur Ruhe finden und landet im Chaos, das ein Einbrecher Ede noch locker würzen kann.

Die Rolle des Silberhochzeit-Jubilars erfüllt Klaus Marhöfer mit großartigem Leben. Seine Wutausbrüche wie immer hingebungsvoll köstlich, die Dialoge mit Schwiegermutter Ilse, die Edith Schneider überzeugend zu spielen weiß, nicht zu überbieten. Da dröhnt der Saal vor Lachen, gibt es ein um das andere Mal Szenenapplaus. Pfiffig, mit viel Esprit , Witz und Schlagfertigkeit auch diesmal Karl Hoffmann in der Rolle des Willi, der nicht allein mit guten Ratschlägen diesem zur Seite steht, sondern beim Anmarsch der „Lolitas“ auch schon mal aushelfend einspringen will.

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