„Am Neupeter Hof“

Bechhofen hat’s mit Neubaugebiet eilig

Beim letzten Baugebiet, das in der Lehmenkaut (Archivbild 2018), gibt es Grünland, das als Bauland genutzt werden könnte. Derzeit lotet die Ortsgemeinde Bechhofen diese Möglichkeit aus.FOTO: Norbert Schwarz

Bechhofen. Bis Ende des Jahres soll planungsrechtlich alles klar sein für 26 Bauplätze „Am Neupeter Hof“, kündigt Bürgermeister Paul Sefrin an.

26 neue Eigenheime sollen im Bechhofer Neubaugebiet „Am Neupeter Hof“ entstehen. Damit dort gebaut werden kann, haben jetzt die Mitglieder des Ortsgemeinderates einen Aufstellungsbeschluss aus dem letzten Jahr modifiziert und ergänzt. Eile ist geboten, denn nur noch bis zum Jahresende sind die gesetzlichen Vorgaben zum Schaffen eines Bebauungsplanes im beschleunigten Verfahren denkbar.

„Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, gibt sich Ortsbürgermeister Paul Sefrin optimistisch, denn das Schaffen der Rechtsgrundlage zum Errichten der 26 neuen Eigenheim ist seit Wochenbeginn auf den Weg gebracht. „Wir hatten ja bereits Vorarbeit geleistet und die denkbaren Möglichkeiten ausgelotet. Jetzt mussten wir nur noch den Aufstellungsbeschluss modifizieren und der räumlichen Gebietsabgrenzung ein weiteres Mal zustimmen. Drei Grundstücks kommen hinzu. Das hat sich bei der Bürgeranhörung so ergeben. Im Rat ist alles sehr eingehend diskutiert worden und mir ist regelrecht ein Stein vom Herzen gefallen, als alle Beschlüsse einstimmig verabschiedet werden konnten“, sagt Paul Sefrin im Gespräch mit dem Merkur. Das Wachsen sei für eine Ortschaft wie Bechhofen lebensnotwendig. „Der demografische Wandel macht keineswegs vor unseren Ortstoren Halt. Deshalb sind wir als gewählte Bürgervertreter aufgerufen alles zu tun, damit junge Familien aus dem Ort eine Möglichkeit haben, in der Heimatgemeinde zu blieben und hier zu bauen. Zugleich wollen wir uns auf keinen Fall gegen Bauwillige von außerhalb verschließen. Dieserhalb gibt es ja in Bechhofen reichlich Erfahrung. Als Ortschaft mit bester Infrastruktur, einem Kindergarten und einem sehr aktiven Vereinsleben sind wir selbstverständlich für Bürger aus der Region und dem saarländischen Nachbarland durchaus eine begehrte Ortschaft. Das haben wir bereits bei vorausgegangenen Baulanderschließungen festgestellt.“ Als Beispiele nennt Sefrin das Gebiet Daumenbösch, welches zuletzt erschlossen wurde

Einer der großen Vorteile, Bauland nach der Sonderbestimmung des Paragraphen 13d des Baugesetzbuchs zu schaffen, besteht darin, dass zeitraubende und kostenintensive Umweltverträglichkeitsgutachten entfallen. Für das Gelände beim „Neupeter Hof“ hatte die Ortsgemeinde schon letztes Frühjahr einen Aufstellungsbeschluss gefasst. Bedenken von Anliegern aus dem vorletzten Baugebiet „Holzkopf Teil II“ gingen jedoch mehrfach ein. Das Oberflächenwasser aus dem Baugebiet und den angrenzenden Außengebieten sollten innerhalb des neuen Baugebietes gesammelt und dann gedrosselt abgeleitet werden. Sefrin: „Anlieger sahen darin eine Gefahr durch Schnaken und andere Insektenbildung.“ Erfolgreich wurden deshalb Gespräche mit dem Landesbetrieb Mobilität in Kaiserslautern geführt. Dieser hat bereits Retentionsraum angelegt für die am künftigen Baugebiet vorbeiführende Kreisstraße 65 in Richtung Lambsborn. Bürgermeister Sefrin: „Jetzt wird uns gestattet, das Oberflächenwasser aus dem Baugebiet und auch die Oberflächenwässer aus den angrenzenden Gebiet die noch landwirtschaftlich genutzt werden über die Anlage des Landkreises in den Lambsbach als Vorflut abzuschlagen. Damit haben wir die Bedenken der Anlieger vom Tisch und bekommen sogar noch einen weiteren Bauplatz.“ Ein Planungsbüro hat umfassende Vorarbeiten geleistet.

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