Kerwe in Contwig

Odyssee im Bayernland

Auch für die Kinder wurde in Contwig etwas geboten.FOTO: Norbert Schwarz

Contwig. In der Contwiger Kerwerede kam manches Missgeschick der vergangenen Montate erneut zur Sprache.

Im letzten Jahr schickten sich die junge Straußmädels und Straußbuben aus Contwig an, wieder an die glorreichen Kerwezeiten frühere Jahre anzuknüpfen. Entsprechend vielfältig war das Engagement aller, es gab einen bunten Kerwestrauß mit vielen bunten Bändern, zahlreiche Straußmädels und Straußbuben und, was besonders ankam, eine sehr fetzige Kerwerede im Zelt beim Sportheim. Salopp gesagt, die „Nawwellbacher“, ein Ulkname für die Dorfbevölkerung, weil sie oftmals unter Talnebel zu leiden haben, waren wieder auf gutem Wege zur zünftige Kerwe.

Doch wie so oft auch bei anderen Themen und Projekten, der Weg nach oben kann sehr steinig sein. Das mussten jedenfalls in diesem Jahr auch die erfahren, die für das mehrtägige Ereignis die Ärmel hochkrempeln. Einen Umzug durchs Dorf mit Straußmädels und Straußbuben gab es jedenfalls nicht. Die Kerwerede am Sonntag in den späten Nachmittagsstunden löste auch keine tosenden Beifallsstürme unter den Zuhörern im Zelt beim Sportheim aus. „Die Cunntwicher sinn zu brav wor, orre sie halle allegar jetzt die Schandtaten besser unner Verschluss“, ist zu hören gewesen.

Aus dem Nähkästchen plauderten deshalb die beiden Redner David Oliver Betz und Jannik Freyler. Etwa darüber, dass die Weltstadt mit Herz an der Isar für die Contwiger Straußmädels und Straußbuben schon eine ganz besondere Nummer gewesen sei. So wachten manche auf einer Verkehrsinsel nach einer durchzechten Nacht auf und statt des Billigfahrscheins der Bahn von Contwig nach Dellfeld zum Scheijerfeschd wurde das Rückfahrbillett von München nach Contwig ersatzlos entsorgt, was die Reisekasse mehr als strapazierte.

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