Bauprojekte

Mehr Wohnraum für Walshausen

Für die Kleinen im Ort hat Walshausen viele Spielmöglichkeiten geschaffen. Der Barfusspfad bei der Grillhütte zählt ebenfalls dazu. Aber auch dort sind nun Sanierungsarbeiten fällig. FOTO: nos / Norbert Schwarz, Bildjournalist, Lindenstra§e 10, 66484 Battweiler

Walshausen. Walshausen möchte junge Familien in der Ortsgemeinde halten – und prüft deshalb die Erschließung von neuem Bauland.

 „Wir sind ein Ort mit Zukunft, wir bieten den Dorfbewohnern vieles an Wohnwert und wir möchten unbedingt dafür sorgen, dass auch junge Familien in ihrem Heimatort weiterh sesshaft bleiben können“, sagt Günther Veith, der Ortsbügermeister von Walshausen kämpferisch. Und ergänzt: „Das ist aber nur dann möglich, wenn wir den Menschen als Gemeinde eine Möglichkeit geben, sich ein Heim in ihren eigenen vier Wänden zu schaffen.“ Veith erklärt, bei der Baulandsuche stelle sich vor allem eine elementare Frage: Wo ist das Schaffen von neuem Bauland in der Ortschaft überhaupt möglich?

Dass dieses Unterfangen alles andere als einfach ist, wird beim Aktenstudium zu dieser Frage sehr schnell deutlich. Veith: „Mein Amtsvorgänger hat sich zusammen mit den damaligen Ortsgemeinderatsmitgliedern bereits viele Gedanken gemacht. Die Gemeinde selbst ist sogar Eigentümerin eines größeren Flächenpotentials. Aber die Kernfrage ist noch unbeantwortet. Kann das Gelände überhaupt als Bauland genutzt werden? Darauf wollen wir jetzt eine abschließende Antwort. Deshalb haben wir das Planungsbüro WSW aus Kaiserslautern mit der rechtlichen Beleuchtung der Detailfragen beauftragt. Dessen Aufgabe wird es sein, ein ganzes Bündel an Rechtsfragen zu klären. Die Ableitung des Oberflächenwassers zählt ebenso dazu, wie etwa das Einhalten von Abstandsflächen zu den Windkraftanlagen, die oberhalb des möglichen Baubereich errichtet sind. Als man diese Windkraftanlagen errichtete galt noch die Abstandsregelung von 800 Meter von der Dorflage. Zwar liegt das Baugelände nicht außerhalb der Ortslage, dennoch wollen wir den Rechtsaspekt ‚Abstand’ vorher eindeutig klären.“ 

Veith geht davon aus, dass das mit der Rechtsfragenklärung beauftragte Büro die Antworten zügig zusammenträgt, denn ein Einarbeiten in die Materie sei für die Verantwortlichen nicht notwendig: „Das Büro hat für unseren Ort den Dorferneuerungsplan erarbeitet, die kennen sich bestens aus und sind mit den Entwicklungsphasen der Dorfgemeinschaft vertraut. Von daher erwarten wir in den kommenden Monaten eine abschließende Beurteilung der Gesamtsituation. Dann können wir die Weichen dafür stellen, dass jungen Familien die in Walshausen leben wollen, auch die Möglichkeit zum Bauen eröffnet wird.“ Veith legt dar, was das Ausweisen eines größeren Baugebietes für die Gemeinde bedeute: „Wenn wir eine handvoll Bauplätze, vielleicht sogar ein Dutzend erschließen könnten, dann würde das voll und ganz unserem Bedarf innerhalb der Gemeinde entsprechen.“ Schließlich ist im einst überwiegend landwirtschaftlich geprägten Dorf inzwischen auch das Umgestalten von ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen lukrativ und selbst für junge Familien durchaus reizvoll.

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