Dem folgte, ob der Zäsur im Ort ganz klar, gleich dahinter die Bürgermeisterwahl. „13 Johr war de Mayer an de Macht, das hät am Anfang kenner gedacht. Es hat viele Gerichte geb, wer dut das Amt iwwernemme, Rede schwinge das dut in Wiesbach doch niemand kenne. Net umsonscht is de Anton Ehrenbürger von unserem Kaff, ja Klaus, jetzt isses an dir, zieh die Hosse hoch, kämm die Hoor un schaff. Mach de Vorhang uff, die Biehn is Dir, schenk uns jetzt alle an der Kerb e Bier.“

Der Sportverein bekam sein Fett weg in der Rede, die Spielgemeinschaft der Hauptkicker aus Wiesbach und Knopp wurden passend ins Bild gerückt. Und damit es in einigen Jahren in Wiesbach auch wieder stramme Straußmädels und Straußbuben geben kann, seien jetzt schon erfolgreich die Weichen gestellt meinte Oliver Türr, der über den ausgebrochenen Baby-Boom in Wiesbach ganz ausführlich berichtete. Das dörfliche Highlight des Jahres, die 750-Jahr-Feier, durfte selbstverständlich nicht fehlen. „Die Kerch war jo ganz doll, ich glaab de Selinger der war voll. Die Politiker ganz fromm, hann in de vorreschde Reihe Platz genomm Redde hannse ach gehall, es hat uns all gefall.“ Mit dem was es über die Theatertruppe, „em Bernd soi Geschwindigkeitswahnsinn“ und in der neuen Altenstube im Wiesbacher Hof zu berichten gab wurde die Rede beendet und noch einmal dankte Sandra dem Olli dafür, dass er mit der Dorfchronik einen wahren Haupttreffer habe landen können.


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