Anzeige Ich lebe gerne in Dietrichingen

Dietrichingen pflegt alte Traditionen

Das Naturschutzgebiet Monbijou ist eine der Attraktionen des Ortes.FOTO: Norbert Rech

Wanderer können in Monbijou noch Natur pur genießen.

Seit drei Jahren findet sie auch in Dietrichingen wieder statt. Nach einer Pause gelang es Ulrike Vogelgesang mit einigen Jugendlichen im Ort, wieder eine Kerwe zu organisieren. Die große Sause wird in der Südwestpfalz schon lange nicht mehr in jedem Ort gefeiert. Früher war es nahezu überall üblich, dass bunt geschmückte Sträuße an der Spitze eines Umzuges mitgeführt wurden, der am zugehörenden Gasthaus endete. Mit Spannung wurde die „Kerweredd“ erwartet, bei der die besonderen Ereignisse, die sich im Laufe des Jahres ereignet hatten, von der ironischen Seite beleuchtet wurden. Die Straußjugend feierte zünftig und versuchte an diesen Tagen alle anderen Probleme zu vergessen.
Das ist in diesem Jahr in Dietrichingen auch wieder der Fall, informiert Vogelgesang. Der Startschuss fällt am Freitag, 19. Oktober, wenn ab 18 Uhr in der Pizzeria „Zur Dorfschänke“ der Strauß geschmückt wird. Am Samstag spielt dann im DGH die Großsteinhauser Band „Fly over X“ zum Tanz auf. Höhepunkt des bunten Treibens ist am Sonntagnachmittag die Verlesung der Kerwerede. Vorher wird die Staußjugend durch das Dorf ziehen und jeden einzelnen Dietrichinger hochleben lassen.
Viel los ist mit Sicherheit auch am Montag, 16. Oktober, wenn ab zehn Uhr ein zünftiger Frühschoppen gefeiert wird. Als Mittagessen gibt es traditionell auch Leberknödel, Bratwürste und Sauerkraut. Zum Finale werden am Dienstag ab 17 Uhr in der Dorfschänke Heringe serviert. Hier wird um Vorbestellung gebeten.
Aber auch vor der Kerwe werden die Dietrichinger noch Gelegenheit zur Zusammenkunft haben. So findet am 9. September eine Eselwanderung ins französische Ohrental statt. Schon jetzt ist die Begeisterung groß, wenn die Dietrichinger an die Wanderung mit den Eseln denken, die um elf Uhr in Dietrichingen auf der Höhe in Richtung Frankreich an der dortigen Sitzgruppe startet. Von dort aus geht es dann mit den Tieren von Herbert Kallenbrunnen nach Ohrenthal. Es ist eine Strecke von gut fünf Kilometern zurückzulegen, die fast jeder schaffen kann.
Wer will, kann natürlich anschließend noch einen Abstecher ins Naturschutzgebiet machen, wo es eine Vielzahl an wilden Orchideen und bunten Schmetterlingen gibt. Das Hofgut Monbijou gibt es seit 1258. Zu Dietrichingen gehört außerdem der Kirschbacher Hof, der um 1150 erstmals erwähnt wurde. Heute wird auf dem Anwesen biologische Landwirtschaft mit Schwerpunkt Getreideanbau und Limousin-Zucht (Rinder) betrieben. ⇥nob

Das Platz neben dem früheren Milchhaus lädt zum Verweilen ein.FOTO: Norbert Rech
Das Dorf hat viele schöne Ecken.FOTO: Norbert Rech
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