Alpenverein

Die manchmal fiesen Tricks der Evolution

Interessierte und auch fachkundige Beobachter bei der Orchideenwandung. FOTO: Margarete Lehmann

Mauschbach. Eine spannende Orchideenwanderung, organisiert vom Zweibrücker Alpenverein, im Naturschutzgebiet Monbijou führte zu den kleinen Schätzen der Region.

Rund 20 Natur- und Orchideenfreunde trafen sich kürzlich am Mauschbacher Dorfgemeinschaftshaus, schlossen per Blick zum Himmel Wettereskapaden aus, und machten sich auf den Weg ins Naturschutzgebiet (NSG) Monbijou. Die Leitung übernahm Arno Sprau von der Unteren Naturschutzbehörde. Mit dabei auch Karin Feick-Müller, Biotoppflegerin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD). Sie hat mit einem Team 2015 das „NSG Album Monbijou“ erarbeitet, das unter gleichem Titel im Internet eingesehen werden kann.

„Das NSG Monbijou gibt es seit 1978, es ist zirka. 26 Hektar groß“, berichtet Sprau, „Schutzzweck ist die Erhaltung des Gebietes mit seinen Trockenrasen, seinen Halbtrockenrasen, seinen Waldrand- und Waldgesellschaften als Standorte seltener Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften sowie als Lebensräume seltener Tierarten“.

Vor Millionen Jahren war die Gegend hier auf der Höhe ein weites Meer, auf dem Meeresboden hinterblieben Muscheln, so wurde der Boden sehr kalkhaltig. Die Krume ist dünn, darunter findet sich gleich die Kalkschicht. Viele Pflanzen gedeihen hier nicht. Solche Kalkmagerböden bevorzugen jedoch die Orchideen.

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