Erster Bauabschnitt läuft

400 000 fürs Dorfgemeinschaftshaus

Mit den Sanierungsarbeiten bei Dorfgemeinschaftshaus und Kindergarten in Battweiler ist begonnen worden, wie das Bild zeigt.FOTO: Norbert Schwarz

Battweiler. Der Gemeinderat bedauert, dass sich keine Firmen aus der Umgebung an der Ausschreibung beteiligt haben.

Dorfgemeinschaftshaus und Kindergarten, alles unter einem Dach direkt bei der Konrad-Loschky-Halle, sind in die Jahre gekommen. Angelaufen sind inzwischen die Sanierungsarbeiten für das Zentrum, auf das alle im Ort stolz sind. Auf rund 400 000 Euro sind die umfangreichen Sanierungsarbeiten veranschlagt. Für den ersten, laufenden Ausbauabschnitt sind 300 000 Euro an Kosten vorgesehen. Für den nachfolgenden nochmals 100 000 Euro. Mit einem Viertel wird sich das Land an den umfangreichen Kosten beteiligen. 100 000 Euro aus dem Investitionsstock werden aus Mainz erwartet.

Die neue „Volksschule“ im Ort war 1954 eingeweiht worden und viele jüngere Dorfbewohner verknüpfen damit bewegte Schülerjahre. Nach Bildung der neuen Verwaltungseinheit „Verbandsgemeinde“ und der damit einhergehenden Schulreform, stand plötzlich die Dorfschule leer. Das rief die Gemeindeväter auf den Plan, allen voran Ortsbürgermeister Heinrich Schneider. Zusammen mit der Lebensabendbewegung sorgte Schneider für einen „Seniorentreff“, die eigentliche Keimzelle für die nachfolgende Nutzung der ehemaligen Dorfschule durch die Vereine. Ratssitzungen wurden in den Räumlichkeiten abgehalten, Ortsbürgermeister Karl-Heinz Gorges dann wusste um die Bedeutung eines eigenen Kindergartens und konnte die Protestantische Kirchengemeinde als Partner in Sache Kindererziehung gewinnen. Mit Feuerwehrgerätehaus und der weithin als Vorbild geltenden Mehrzweckhalle wurde das Gemeindezentrum beispielhaft baulich erweitert und ergänzt.

Finanzielle Engpässe verhinderten eine kontinuierliche Sanierung dieser alten Bausubstanz, jetzt war der Zeitpunkt für eine „Generalsanierung“ gekommen. Einzige Kröte, die dabei die verantwortlichen Ratsmitglieder „schlucken“ mussten: Handwerksbetriebe aus entfernteren Gebieten bekamen bei den einzelnen Gewerken den Zuschlag, weil sich Handwerker und Fachunternehmen aus der Region an den Ausschreibungen überhaupt nicht beteiligt hatten. Ortsbürgermeister Werner Veith: „Das ist auf keinen Fall in unserem Sinn gewesen, was da schief gelaufen ist können wir nur erahnen, auf jeden Fall konnten wir nach der Ausschreibung die Sache insgesamt nicht mehr rückgängig machen.“

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