Kerwe in Winterbach

Viel Spaß und eine noble Geste

Die Winterbacher Kerwe, klein, fein und ganz familiär. Dennoch schön.FOTO: Norbert Schwarz

Winterbach. Die Winterbacher haben am Wochenende Kerwe gefeiert – und den Strauß einem verstorbenen Bürger gewidmet.

Er steht weiterhin zur Brauchtumspflege, der Winterbacher Kerwenachwuchs. Drei Straußmädels und sieben Straußjungs hielten diesmal die Fahne, besser gesagt den mit vielen bunten Bändern versehenen Kerwestrauß hoch und sorgten insbesondere bei der Kerwebleibe „Sportheim“  für ein zünftiges Treiben. Gestern ist die Straußgilde im Landgasthof „Zum Hannes“ daheim gewesen und sorgte dort zum Frühschoppen für Stimmung. 

„Ihr liewe Leit unn werte Kerwegäschd, mir feire diesjohr unser 10tes Kerwefeschd. Scheen dass werrer sooo viel Leit erscheine, fer se heere unsere schlechte Reime…“ , meinten Leo Süs und Pascal Weigel am Sonntag in den Nachmittagsstunden, als sich zahlreiche Bewohner aus den beiden Ortsteilen Winterbach und Niederhausen wie gewohnt am Sportheim trafen, um der Kerwerede zu lauschen. „Mir hann uns ganzscheen ins Zeich geleht, dass ah jeder wieder in de Winterbacher Kerweredd drinsteht…“

Volker Müller, der Spezialist für alles Grüne und nicht allein für das fachliche Bäumefällen in der Region war einer von ihnen. „Für sei Sähmaschin hat er misse e riesiges Loch grawe, was er awwer hat vergess beim Wohnwache inparke. Vorher hat er Bretter übers große Loch geleeht, dass beim Inparke ke Unfall entsteht. Allerdings hat er net bedacht, was der Wohnwahn an Gewicht doch hat. Hinne unn vorre setzt der Wohnwahn dann uff und die Rädder hänge in de Luft. De Wohnwah hat er uff alle Fäll do rausgriet und mir hoffe, dass der das Ding in Zukunft nur noch in Urlaub zieht…“

top