Wallhalben

Streit um Nutzung des Wallhalber Rathauses

Das Rathaus in Wallhalben sollte weiter genutzt werden.FOTO: Norbert Schwarz

Wallhalben.

Der Bau eines neuen Rathauses für die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben in Thaleischweiler -Fröschen soll mit einem Bürgerbegehren verhindert werden. Die Bürgerinitiative dafür ist schon letztes Jahr gegründet worden. Ihre Aktivitäten ruhten bisher, weil es seit den ersten Überlegungen für ein millionenschweres Neubauprojekt den Anschein hatte, dass Einsicht auf höchster Verwaltungsebene für die Nutzung des Bestandes in Wallhalben und einen „passenden“ Neubau in Thaleischweiler-Fröschen eingekehrt sei. Doch der gefasste Ratsbeschluss vom 4. September im Verbandsgemeinderat stellt wieder alles auf den Kopf.

„Jetzt geht es wohl doch nicht ohne Druck der Bürger“, meinte der ehemalige Bürgermeister der ehemaligen Verbandsgemeinde Wallhalben, Berthold Martin, bei einem Pressegespräch auf dem Käthe-Dassler-Platz, zu dem Bürgerinitiative und Freie Wählergemeinschaft kurzfristig eingeladen hatten.  Für den verhinderten BI-Vorsitzenden Karl-Walter Lenhard hatte Berthold Martin die Weichen gestellt und sozusagen den Startschuss dafür gegeben, dass nunmehr eifrig für das Bürgerbegehren Unterschriften gesammelt werden mit denen es dann zum Bürgerentscheid gegen den Neubau in Thaleischweiler-Fröschen kommen kann. „Wir haben ja letztes Jahr schon einmal in den Startlöchern gestanden, doch es schien sich eine Lösung abzuzeichnen, die ein Bürgerbegehren überflüssig machen würde. Doch das ist seit Monatsbeginn wohl Vergangenheit. Wie hier mit Steuergeldern umgegangen werden soll ist unbegreiflich.Von früheren Zugeständnisse ist heute keine Rede mehr, das in Wallhalben vorgehaltene, völlig intakte Ratsgebäude würden einige Herren einfach leerstehen lassen“, sagt Berthold Martin und gerät förmlich in Rage.

Dabei sind die Vertreter von BI und FWG im Gesprächskreis darüber völlig einig, dass das Rathaus in Thaleischweiler-Fröschen nicht sanierungsfähig ist. Thomas Martin, Bürgermeister von Krähenberg: „Das ist nicht zu sanieren, da muss was Neues hin, darüber gibt es überhaupt keine Meinungsverschiedenheit“. Auch Martin Eichert, nicht allein FWG-Mitglied sondern auch Ortsbürgermeister von Schauerberg findet: „Das Haus in Thaleischweiler-Fröschen ist desolat, das haben wir von allem Anfang an gesagt.“

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