Ortsgemeinderat Rieschweiler-Mühlbach

Ortsbeigeordnete per Losentscheid gewählt

Rieschweiler-Mühlbach. Rieschweiler-Mühlbach: Ortsbeigeordnete Daniela Stauch per Losentscheid gewählt.

Die erste Gemeinderatssitzung unter Vorsitz des neuen Ortsbürgermeisters Peter Roschy hatte es in sich: Die Wahl der Ortsbeigeordneten erwies sich als schwierige Geburt. Die Wahl der ersten Ortsbeigeordneten Daniela Stauch kam schließlich erst durch einen Losentscheid zustande, obwohl die SPD eigentlich die absolute Mehrheit im Rat hat. Mindestens ein Genosse hat also für den FWG-Kandidaten gestimmt. Vorab: Neun Ratsmitglieder hat die SPD, vier Mitglieder die FWG und drei Christdemokraten sitzen im Gemeinderat. Die SPD-Fraktion hatte Stauch zur ersten Ortsbeigeordneten vorgeschlagen. Die FWG-Fraktion stellte Hans-Dieter Bißbort als Kandidaten auf. Stauch wie auch Bißbort erhielten im ersten und zweiten Wahlgang jeweils acht Stimmen. Zur Entscheidung, ob es einen dritten Wahlgang geben muss, wurden die Geschäftsordnung des Gemeinde- und Städtebundes und das Kommunalbrevier gewälzt und per Telefon der für Wahlen zuständigen Sachbearbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung kontaktiert.

Anschließend ließ Roschy einen dritten geheimen Wahlgang durchführen, weil ein Losentscheid erst als letztes Mittel angesehen wurde. Nachdem jedoch auch der dritte Wahldurchgang im Ergebnis mit acht zu acht endete, blieb der Losentscheid. Der Demokratie sah der Ortsbürgermeister als Wahlvorstand zu diesem Zeitpunkt genüge getan.

In verkürzter Form und mit einem etwas anderen Anstrich wiederholte sich das Schauspiel bei der Wahl des zweiten Ortsbeigeordneten. Hier traten Rainer Peschel und Bißbort gegeneinander an. Der erste Wahlgang brachte mit acht zu acht Stimmen wieder eine Pattsituation. Peschel wollte sich nicht auf ein  Losverfahren einlassen und zog zurück. Nach einigem Hin und Her wurde die Wahl auf die nächste Sitzung vertagt.

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