Premieren-Fassanstich für neuen Bürgermeister

Dorffest Biedershausen: 50 Kilo Rollbraten verputzt

Doppelt erster Fassanstich: Erstmals durfte der neue Bürgermeister Christian Bühler das erste Bierfass zum Biedershauser Dorffest anzapfen.FOTO: Norbert Schwarz

Biedershausen. Der frisch ins Ehrenamt eingeführten Ortsbürgermeister Christian Bühler hatte die Ehre, das ersten Festbierfass zum Biedershauser Dorffest anzuzapfen. Drei wuchtige Schläge mit dem Holzhammer, der Messingzapfhahn saß, der Gerstensaft floss, der traditionelle Dorffest konnte bei strahlendblauem Himmel und idealem Festwetter beginnen.

„Wir sind ja im Feiern des Dorffestes geübt, das große Helferteam stemmt seit Jahren dieses Fest, das besondere Ausstrahlung hat. Der familiäre Charakter übertrifft alles. Wir wissen zusammen mit unseren Gästen zu feiern, brauchen keine Stimmungsband oder Kapelle – das Zwischenmenschliche steht einfach im Mittelpunkt“, sagte Bühler und zog den Hut vor dem der örtlichen Löscheinheit, die das Hauptkontingent an Helfern stellt und auch für die Dorffestorganisation verantwortlich zeichnet. Wehrführer Dieter Gorcyca mag solches Lob nicht hören, muss allerdings einräumen, dass nunmal die Kräfte der Feuerwehr beim Organisieren des zweitägigen Festes vornweg gehen. „Außer der Feuerwehr und dem seit Jahren beheimateten „Avalon-Orden“ gibt es ja sonst keinen Verein mehr. Der Männergesangverein ist ja leider Geschichte, also haben wir jetzt alles am Hals hängen“, räumte der erste Mann der Floriansjünger ein, lobte jedoch im gleichen Atemzug die Mithilfe aller aus der Dorfgemeinschaft, etwa bei den Auf- und Abbauarbeiten. „In einem Dorf mit 200 Seelen muss einfach alles zusammen gehen, sonst kann es nicht klappen.“ Der Festverlauf war Beweis dafür: Alles ging reibungslos über die Bühne, die Festküche erntete wieder viel Lob, die 50 Kilo Rollbraten, waren im Nu vergriffen und urige Geselligkeit kam nicht zu kurz. Dem konnten auch die Regentropfen am späten Sonntag nichts anhaben: Die Besucher, was gleichfalls schon Tradition ist, hielten bis in die Abendstunden hin aus. Die lauschige Bar wart bereits am Eröffnungstag ein beliebter Treff. Und der auf der gesamten Sickingerhöhe bekannte Landhelfer Willi Höh meinte treffend: „Das Menschliche, es verzeehle iss halt bei uns die Haabtsach, näwe dem Esse unn drinke …“

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