Verdacht auf Brandstiftung

Großbrand in Biedershausen

350 Strohballen hatte Bauer Martin L. direkt am Ort auf der Wiese gelagert. Sie wurden in der Nacht zu Samstag mutmaßlich Opfer eines Brandstifters.FOTO: Norbert Schwarz

Biedershausen. Rund 350 Strohballen am Ortseingang werden zum Raub der Flammen. Weil mehrere Ballen gleichzeitig Feuer fingen, geht der betroffene Landwirt von Brandstiftung aus. Der Feuerwehreinsatz dauerte sieben Stunden.

Eine Brandstiftung erschüttert die idyllische Ortschaft auf der Sickingerhöhe. 350 Rundballen an Stroh, unweit des Ortseingangs von Biedershausen auf einem Futtervorratplatz gelagert, wurden ein Raub der Flammen. Die Feuerbrunst war enorm. 105 Feuerwehrleute waren ab dem späten Freitagabend mit 25 Fahrzeugen im rund siebenstündigen Einsatz.

Weil das Feuer rasend schnell auf das gesamte Lagergut übersprang, konnte nur das kontrollierte Abbrennen und das Ausbreiten auf die Futtersilos befohlen werden. Frühzeitig hatte ein Berufskollege den Brand bemerkt und zu löschen versucht. Vergeblich.

Geschafft von Feld- und Stallarbeit hatte sich der hauptberufliche Landwirt Martin L. am Freitagabend schon frühzeitig zu Bett gegeben, schließlich war in den frühen Morgenstunden bereits wieder die übliche Stallarbeit mit dem Kühemelken angesagt. Ein wildes Klingeln an der Haustürglocke beendet den noch frühen Ruheschlaf. Aufgeregt berichtet ihm ein Berufskollege aus dem Ort, dass Martin L.’s Strohlager am Ortseingang brenne. Der Löschversuch sei gescheitert, weil Feuer an gleich mehreren Stellen gelegt worden sei. Flug steigt Martin L. in die Arbeitshose, streift sich ein T-Shirt über, steigt barfuß auf den Traktor mit Frontlader und braust, so schnell es mit dem landwirtschaftlichen Gerät geht, Richtung Ortseingang, geschätzte 300 Meter.

top