Die Psychiater Sergiy Davydenko von der Mainzer Universitätsklinik attestierte dem 46-Jährigen in seinem Gerichtsgutachten eine schwere Suchterkrankung – „trotz mehrerer Therapien“. Das Risiko sei sehr hoch, dass er wieder straffällig wird, wenn jetzt nichts dagegen getan werde. Deshalb empfahl der Mediziner eine zweijährige Unterbringung in einer Entziehungsanstalt.

Dem schloss sich Staatsanwalt Christian Heinekamp in seinem Plädoyer an. Er sprach von einer „hohen Rückfallgeschwindigkeit“, die das bisherige kriminelle Leben des Pirmasensers geprägt habe. Gleichwohl handele es sich bei ihm nur um einen „kleinen Drogendealer“, der Haschisch mit einer sehr kleinen Gewinnspanne weiterverkaufte, „um irgendwie über die Runden zu kommen“. Er sei „kein Schwerverbrecher“, aber auch nicht belehrbar, wie die Vergangenheit gezeigt habe. Heinekamp forderte in seinem Schlussvortrag eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten.


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