Fasenacht

Narren lassen die Fäuste fliegen

Die Polizei hatte am Wochenende an einigen Orten in Rheinland-Pfalz mit besoffenen, aggressiven Narren ihre liebe Mühe und Not. FOTO: Patrick Seeger / picture alliance / dpa

Mainz. Hoher Alkoholkonsum schlägt an mehreren Orten in Rheinland-Pfalz auf Fastnachtsstimmung und hält Polizei in Atem. 200 Jugendliche aus dem Rheingau reisen zu Umzug in Ingelheim, einige von ihnen werden dort gewalttätig.

„Helau“, „Alaaf“ und „Alleh hopp“ – diese närrischen Schlachtrufe lösen nicht in jedem Besucher von Fastnachtsveranstaltungen reine Heiterkeit aus. Wie die Polizei gestern berichtete, hatte sie bei mehreren Veranstaltungen im Land ihre liebe Mühe und Not mit manchen Besuchern. Vor allem Jugendliche unter Alkoholeinfluss traten negativ in Erscheinung. Allein zu einem Umzug in Ingelheim seien am Samstag etwa 200 Jugendliche aus dem Rheingau angereist, von denen mehrere gewalttätig gewesen seien. Es seien mehrere Verfahren wegen Gewaltdelikten und Sachbeschädigungen eingeleitet worden, sagte die Polizei gestern. Auch auf den Umzügen in Büdesheim im Main-Kinzig-Kreis und Frankenthal seien mehrere junge Zuschauer sehr aggressiv gewesen.

In Frankenthal musste ein leicht verletzter Polizist den Dienst vorzeitig beenden, weil jemand Widerstand geleistet habe. Worin dieser bestand, blieb unklar. Die Polizeipressestelle war dort gestern nicht zu erreichen. Auch im Landkreis Mainz-Bingen machte die Polizei unter Jugendlichen eine aggressive Grundstimmung aus, bedingt durch den übermäßigen Konsum von Alkohol. Auf dem Dienheimer Fastnachtsumzug kam es zu sieben Strafanzeigen wegen Körperverletzung.

Auch fernab der Umzüge registrierte die Polizei Straftaten. In einem Festzelt in Bad Neuenahr kam es zu drei Körperverletzungen. Im Landkreis Cochem-Zell erlitt ein junger Mann nach einem Umzug während einer Schlägerei auf einer Feier einen Nasenbeinbruch.

(dpa)
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