Denkmalpflege

Wird das Welterbe würdig präsentiert?

Trier. Podiumsdiskussion: Die Hochschule Trier zeigt neue Entwürfe für die Barbarathermen. Am Montag wird mit den Hausherren darüber debattiert.

Vom Glanz vergangener Zeiten ist wenig übrig. Wo vor 1700 Jahren heißes Wasser plätscherte, während mächtige Männer in den riesigen, prachtvoll verzierten Hallen der Barbarathermen in Trier ihre Köpfe zusammensteckten, um den neuesten Skandal am Kaiserhof zu diskutieren, schützen heute Teerpapp-Dächer die Mauern hinter einem maroden Zaun vor weiterem Verfall.

Über 4,2 Hektar Land erstreckte sich die Badeanlage entlang der Prachtstraße Decumanus Maximus. Nach den Traiansthermen in Rom war sie die zweitgrößte des Römischen Reiches – und damit ein Gebäude, das vielleicht noch mehr als die Porta Nigra, das Amphitheater oder die Römerbrücke davon kündet, wie wichtig Augusta Treverorum für das Imperium war.

Von 2003 bis zur behutsamen Umgestaltung des Vorfelds im Jahr 2015 war die Weltkulturerbestätte zum Bedauern vieler Einheimischer und Touristen geschlossen. Seitdem führt ein mit Infotafeln versehener Metallsteg hindurch, auf dem Besucher die Ruinen aus der Vogelperspektive erkunden können. Aber: Ist das jetzt gut so? Oder müsste da mehr passieren? Fragen, die am Montag, 20. Mai, ab 19 Uhr bei einer Podiumsdiskussion in den Viehmarktthermen erörtert werden. Die Ansichten gehen weit auseinander.

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