Garten

Badespaß im Garten statt Fernreisen im Trend

Wasserflächen hinterm Haus können vielseitig genutzt werden, sei es als natürliches Schwimmbad oder als Zierteich. FOTO: Getty Images / istock / AJ_Watt

Die Terrasse ist verlegt, die Hecke gepflanzt und die Grillstelle gemauert. Jetzt fehlt nur noch das gewisse Etwas im Garten. Dafür bietet sich ein Teich an, gerne mit Bachlauf und Wasserfall. Was es dabei zu beachten gilt, verrät unser Experte für Gartengewässer. Er gibt nützliche Tipps bei Auswahl, Anlage und Pflege für die heimische Oase.

W er an Wasserflächen im Garten denkt, dem kommt unweigerlich der Gartenteich mit dem obligatorischen Goldfisch in den Sinn. Dabei gibt es darüber hinaus eine wahre Fülle an Möglichkeiten, den heimischen Garten mit allerlei Wasserflächen aufzuwerten. Da die Möglichkeiten der Gestaltung schier grenzenlos sind, gilt der Leitspruch eines jeden Designers: „form follows function“, die Form folgt der Funktion.

Man muss sich also als Gartenbesitzer erst einmal darüber klar werden, was man eigentlich haben möchte. Soll es der kleine Springbrunnen an der Terrassenecke sein, ein flaches Zierbecken mit Wasserfontäne, der oben genannte Zierteich mit Goldfischen und Seerosen oder doch eher der ausufernde Schwimmteich mit Bachlauf und Wasserfall? Für Liebhaber des Extravaganten käme aber auch der Biodesign-Pool in Frage, ein Hybrid aus Gartenteich und Schwimmbad. Genauso vielfältig wie die (hier bereits verkürzte) Auswahl sind die Gestaltungsmöglichkeiten. Diese hängen vom zur Verfügung stehenden Platz, den eigenen Vorlieben und natürlich auch vom Budget ab.

„Der Trend geht derzeit klar in Richtung Schwimmteich“, sagt der Garten- und Landschaftsbauer Axel Krämer. Er führt in der dritten Generation den Traditionsbetrieb Wassergärtner Krämer aus Kleinblittersdorf. „Der Garten ersetzt für viele Menschen inzwischen die Fernreise“, weiß der Experte. Deshalb sei es empfehlenswert, die heimische Wasserfläche in Zusammenarbeit mit einem Experten anzulegen. Das kostet zwar etwas mehr, als wenn man den Garten in Eigenregie beackert, dafür schließt man jedoch Fehlerquellen von vorne herein aus. Die können, wenn sie im Nachgang ausgebessert werden müssen, richtig ins Geld gehen und für Frust und Ärger sorgen. Deshalb macht Krämer immer Hausbesuche, schaut sich die Gartenanlage an und gibt – den Wünschen seiner Kunden folgend – Ratschläge, Tipps und Anregungen zur Gestaltung. Hat man sich nun für eine der zahllosen Möglichkeiten entschieden, geht die handfeste Arbeit los. Denn keine Wasserfläche – mit Ausnahme kleiner Springbrunnen – entsteht ohne Erdarbeiten. Vor allem von diesen hängt auch der Endpreis ab, weswegen ein Preisrahmen immer nur individuell genannt werden kann.

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