Wegen Corona

Montag, 8 Uhr im Saarland, die Grenzen sind (fast) dicht

Saarbrücken. Wegen Corona schottet sich das ganze Land ab, die Bundespolizei kontrolliert die Übergänge ins Ausland. Aber es gibt Lücken, wie sich an Tag eins zwischen Perl und Goldener Bremm zeigt.

Ab Punkt acht Uhr am Montagmorgen sollen die Grenzübergänge dicht sein, doch an zahlreichen Bundes- und Landstraßen im Saarland – so im Bliesgau, im Warndt oder auf dem Saargau – ist in der Frühe weit und breit kein Bundespolizist zu sehen. Komplett offen und unkontrolliert sei die Grenze, wunderten sich Anwohner und Passanten.

Kontrollstellen richtet die Bundespolizei zunächst nur an den vielbefahrenen Grenzübergängen Goldene Bremm (A6), Alte Bremm, und Überherrn (B269 neu) Richtung Frankreich und Perl (A8) Richtung Luxemburg ein. Andere Grenzübergänge würden „sporadisch bestreift“, sagt der Sprecher der Bundespolizei im Saarland, Karsten Eberhardt. „Unsere Ressourcen sind nicht endlos.“

Die Kontrollen sollen aber ausgeweitet werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen. Für diesen Dienstag plant die Bundespolizei eine „Kräfte-Umgliederung“ mit dem Ziel, auch kleinere Übergänge zu besetzen. Dazu wird auch weitere personelle Unterstützung aus dem restlichen Bundesgebiet erwartet. Derzeit ist die Bundesbereitschaftspolizei aus Bad Bergzabern (Rheinland-Pfalz) und Duderstadt (Niedersachsen) an den saarländischen Grenzen mit im Einsatz.

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