Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung

Fünf Tote bei Dachstuhl-Brand

Das in der Nacht zu Freitag ausgebrannte Dachgeschoss des einfachen Mehrfamilienhauses in Lambrecht (Luftaufnahme mit einer Drohne).FOTO: dpa / Thomas Frey

Lambrecht. Drei Männer und zwei Frauen sind bei einem Feuer nachts in einem Wohnhaus in Lambrecht ums Leben gekommen. Nach ersten Ermittlungen gab es keine Rauchmelder.

Bei einem verheerenden Wohnhausbrand sind im pfälzischen Lambrecht fünf Menschen ums Leben gekommen. Den übrigen Bewohnern des Mehrfamilienhauses gelang in der Nacht zum Freitag rechtzeitig die Flucht ins Freie. Zwei der fünf Opfer sind Männer aus Polen im Alter von 43 und 54 Jahren, wie Staatsanwaltschaft und Feuerwehr mitteilten. Klarheit zur Identität der übrigen drei Toten – zwei Frauen und ein Mann – und zur Todesursache soll eine Obduktion bringen, die für nächste Woche angesetzt wurde.

Wie eine offene Wunde klafft der verbrannte Dachstuhl auf dem ruinierten Mehrfamilienhaus im pfälzischen Lambrecht. Die wenigen verbliebenen Sparren auf dem Gebäude sind schwarz verkohlt. Hier, direkt unter dem Dachfirst, starben die fünf Menschen. „Es gab eine enorme Hitze und null Sicht“, schildert Wehrleiter Frank Flockerzi die dramatische Lage nach Eintreffen der Rettungskräfte. Drei Männer und zwei Frauen konnten nur noch tot geborgen werden. „Die Region ist erschüttert“, sagt der Landrat des Landkreises Bad Dürkheim, Hans-Ulrich Ihlenfeld, mit tonloser Stimme.

Der schlimme Verdacht der Ermittler: Es gab vermutlich keinen Rauchmelder in der Fünf-Zimmer-Wohnung, obwohl die Warnanlage in Deutschland Pflicht ist. Wie kann das sein? „Die möglichen Verstöße gegen das Baurecht werden wir prüfen“, kündigt Ihlenfeld an. Das Unglück hätte indes noch schlimmer enden können. Ein Autofahrer habe den bereits lichterloh brennenden Dachstuhl am Donnerstagabend gegen 23.30 Uhr entdeckt, angehalten und die weiteren Bewohner aus dem Haus geklingelt, sagt Wehrleiter Flockerzi.

(dpa)
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