Martinshöhe

Martinshöhe spart sich zweiten Rettungsweg

Brandschsutzfragen hatten die weitere Nutzung des DGH in Martinshöhe in Frage gestellt. Jetzt wurde eiune Lösung gefunden.FOTO: Norbert Schwarz

Martinshöhe. Dank einer neuen Raumverteilung kommt das Dorfgemeinschaftshaus um die stählerne Fluchttreppe herum.

Beim denkmalgeschützten Dorfgemeinschaftshaus in Martinshöhe wird es keine stählerne Fluchttreppe aus dem zweiten Stock geben. Darauf konnten sich jetzt die Verantwortlichen des Bauamtes bei der Kreisverwaltung Kaiserslautern gemeinsamen mit Ortsbsürgermeister Hartwig Schneider verständigen. Seit längerer Zeit wird um eine Lösung gerungen. Aufgrund der zurückgegangenen Hausnutzung sollen künftig die Räumlichkeiten im Obergeschoß der Einrichtung nur noch als Lagerräume genutzt werden. Mit einer solchen Nutzung wird ein bisher von den Brandschutzverantwortlichen geforderter zweiter Rettungsweg überflüssig.

Es falle nicht allein ihm ein Riesenstein vom Herzen, stellt Ortsbürgermeister Hartwig Schneider im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur fest und erinnert an die immensen Kosten, wenn beim Bürgertreff eine stählerne Außentreppe als zweiter Fluchtweg hätte angebaut werden müssen. „Das hätten wir einfach finanziell nicht stemmen können, jetzt haben wir mit der Lösung Nutzungsänderung einen neue Perspektive. Die weiteren brandschutztechnischen Auflagen werden wir erfüllen und in der kommenden Zeit abarbeiten. Mit diesen Maßnahmen wird dann auch der energetische Beitrag abgearbeitet, mit welchem wir die Einrichtung für Vereine und Bürger insgesamt wieder zeitgemäß auf Vordermann bringen.“

In den 90er Jahren war die ehemalige Volksschule zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut worden, das seither Vereine und Bürger wie auch die Kommune selbst für größere Veranstaltungen nutzen. Doch insgesamt sei ein Nutzungsrückgang spürbar, welcher erst Recht die Notwendigkeit der bisher geforderten brandschutztechnischen Zusatzauflagen in Frage stellte. Hartwig Schneider: „Niemand kann die Entwicklung so genau abschätzen. Wer weiß, was in einigen Jahren ist? Dann müssen wir vielleicht ganz dicht machen und stünden mit den enormen Investitionen da, welche dann total überflüssig wären. Gegen den Einbau von feuerhemmenden Türen oder das feuerfeste Verkleiden von Abfallrohren sei nichts einzuwenden. Allein die stählerne Außentreppe sei bei allen Diskussionen der Dreh- und Angelpunkt gewesen. „Wir sind da zu keiner Zeit in Verzug gewesen, nur der Brandschutz ist ein sensibles Thema und durch verschiedene Unfälle in der Vergangenheit sind die Fachleute selbstverständlich auch gehalten, bei der bestehenden Bausubstanz auf Nachbesserung zu pochen.“

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