St. Elisabeth-Krankenhaus Rodalben

Landrätin fordert vom Träger rasche Gespräche 

Das Rodalber Krankenhaus thront förmlich über der Stadt – jetzt sucht es nach Zukunftslösungen.FOTO: St. Elisabeth-Krankenhaus Rodalben / Krankenhaus

Südwestpfalz. Rodalben

(maw) In der ersten Kreisausschusssitzung der neuen Wahlperiode ging Südwestpfalz-Landrätin Susanne Ganster (CDU) bei ihren Informationen auf das aktuelle Thema St.-Elisabeth-Krankenhaus in Rodalben ein. Grund war, dass dies aktuell viele Menschen beschäftige, wie die Landrätin mitteilte. Der Stiftungsrat der Kirchenstiftung, die derzeit Träger der Klinik ist, hat Gescftsführer Michael Osypka von der Marienhaus GmbH ermächtigt, mir den drei umliegenden Krankenhäusern in Pirmasens, Zweibrücken und Kaiserslautern über eine Kooperation oder Fusion zu verhandeln (wir berichteten). Denn die künftigen Herausforderungen auf dem Kliniksektor erschwere ein Überleben kleinerer Krankenhäuser, sodass Rodalben nun rechtzeitig gegensteuern will, um eine Zukunft zu haben.

Die Landrätin forderte im Kreisausschuss die Geschäftsführung auf, „zügig mit allen potenziellen Kooperationspartnern in der Region zu sprechen, um die Zukunft des Rodalber Krankenhauses langfristig zu sichern“. Das Städtische Krankenhaus Pirmasens, das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern oder das katholische Nardini-Klinikum mit den beiden Standorten in Zweibrücken und Landstuhl hätten Interesse gezeigt. Sondierungsgespräche sollen demnächst anlaufen. Auch der Landkreis binde sich aktiv in die Zukunftssicherung ein, versicherte die Landrätin.

„Das St.-Elisabeth-Krankenhaus ist auch als kleiner Standort sehr wichtig für unseren Landkreis und die ganze Region. Es sichert nicht nur die medizinische Versorgung vor Ort, sondern ist auch als Arbeitgeber von großer Bedeutung“, erklärte die Landrätin und fügte an: „Das Krankenhaus steht nicht zur Debatte. Aber natürlich ist es wichtig, wirtschaftlich zu arbeiten.“ Ganster wünschte sich in diesem Zusammenhang auch, dass die Spekulationen rund um die Zukunft des St.-Elisabeth-Krankenhauses ab sofort unterbleiben. „Das Krankenhaus steht nicht auf irgendeiner Streichliste“, argumentierte sie mit Nachdruck.

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