Langgasse in Martinshöhe

Kunst an der Stützwand

Die kahlen, grauen Betonwände in der Langgasse sollen kunstvoll gestaltet werden. Der heimische Künstler Werner Müller (links) hat jede Menge Ideen, die er verwirklichen könnte. Ortsbürgermeister Hartwig Schneider ist bereits auf den Geschmack gekommen.FOTO: Norbert Schwarz

Martinshöhe. Der Rat in Martinshöhe überlegt, den Künstler Werner Müller weitere Flächen gestalten zu lassen.

Der Ausbau der Martinshöher Langgasse, ein Projekt von rund einer Million Euro, konnte noch letztes Jahr erfolgreich abgeschlossen werden. Jetzt reift die Idee, die kahlen, graue Wände ansehnlich zu machen. Beim Dorfplatz in der Ortsmitte hat Werner Müller die Dorfsilhouette bereits beeindruckend mit schwarzer Farbe auf weißem Untergrund hingezaubert und dafür ungeteilte Zustimmung bekommen. Auch die vielen Stützwände in der Langgasse könnten bald nicht mehr das triste Bild abgeben, wie es im Augenblick gegeben ist. Im Rat wurde bereits darüber diskutiert.

„Es sind noch verschiedene Details abzuklären, in einer Gesprächsrunde sollen zudem sämtliche Anlieger der Langgasse zu Wort kommen. Für meine Person wäre es eine Aufwertung des Straßenzuges insgesamt, könnten sich Ortsgemeinde und Anlieger darauf einigen, dass die grauen Stützwände künstlerisch gestaltet werden. Seine künstlerischen Fähigkeiten wusste unser Mitbürger Werner Müller ja bereits beim Dorfplatz eindrucksvoll und passend ins rechte Licht zu rücken“, meinte gestern bei einem Vorortgespräch Hartwig Schneider. Das kunstvolle Gestalten der Stützwände in der Langgasse, ohne deren Einsatz ein Straßenausbau nicht möglich war, diskutierten die Ratsmitglieder bereits in der letzten Sitzung. Hartwig Schneider legte dabei auch Entwürfe vor, die dem Künstler Werner Müller quasi „in den Kopf“ gekommen sind.

Wie Hartwig Schneider bei dem gestrigen Gespräch erklärte, seien noch Detailfragen zu klären. Begrüßen die Anlieger die Gemeindeabsicht überhaupt? Wie ist es, wenn im Zuge des laufenden innerörtlichen Flurbereinigungsverfahrens die Grundbesitzer-Hinterlieger die Mauern in ihre Obhut übernehmen? Grundsätzlich stehen die Ratsmitglieder dem Ansinnen positiv gegenüber. Abschließende Gespräche mit sämtlichen Anliegern aus dem Straßenzug will Ortsbürgermeister Schneider allerdings noch führen. Sicher ist schon jetzt, dass Werner Müller die Stützmauer kunstvoll gestalten kann, die in Eigentum der Ortsgemeinde verbleibt.

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