AKK besucht die Truppe im Saarland

90 Millionen Euro für Bundeswehr-Standorte im Saarland 

Auf Heimatbesuch im Saarland: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) im Gespräch mit Kommandeuren in der Kaserne in Saarlouis. FOTO: dpa / Oliver Dietze

St. Wendel. Kramp-Karrenbauer besuchte die Truppe in Saarlouis, Merzig und Lebach. Bei der Heeresinstandhaltungslogistik in St. Wendel erntete sie Beifall.

Es ist noch stockdunkel, als im Werk der Heeresinstandsetzungslogistik (HIL) die letzten Vorbereitungen für den Ehrengast getroffen werden. Vor der Halle wartet neben einem Dutzend Männern in Uniform Innenminister Klaus Bouillon (CDU) auf die prominente Parteifreundin. Trotz Kälte wird gelacht, die Laune ist gut. Dass sie hier ein gerne gesehener Gast ist, dürfte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) schon vor der Anreise klar gewesen sein. Immerhin war sie diejenige, die – erst kurz im Amt – die Privatisierungspläne für die HIL gestoppt hatte.

Somit hatte sie dem langen Tauziehen um das Werk ein Ende gesetzt und für die Mitarbeiter wieder eine langfristigere Perspektive am nordsaarländischen Standort ermöglicht. Mit entsprechendem Applaus und Jubelrufen wird AKK dann am frühen Morgen von rund 150 Männern und Frauen begrüßt, die sich im Aufenthaltsraum versammelt hatten. Hände schütteln, Küsschen links, Küsschen rechts, AKK will das deutlich machen: In ihrem neuen Amt ist sie vielleicht zum ersten Mal hier, doch die Verbundenheit zum Werk und zu den Menschen in ihrer Heimat besteht viel länger. Die Gespräche mit den HIL-Mitarbeitern finden jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Auch auf der zweiten Etappe ihrer „Saarland-Tour“ bei der Luftlandebrigade des Landeskommandos in Saarlouis hat die Ex-Ministerpräsidentin und amtierende Bundesministerin gute Nachrichten im Gepäck. Rund 90 Millionen Euro will das Verteidigungsministerium langfristig in die Bundeswehr-Standorte Saarlouis, Merzig und Lebach investieren. 33 Millionen sollen bereits bis 2025 fließen. Dazu kommen noch „massive Investitionen“ für die HIL in St. Wendel, wo „es sich über die Jahre ein großer Investitionsstau ergeben hat“, so AKK. Dass soviel Geld aus Berlin kommt, freut natürlich auch Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU), der seine Vorgängerin auf ihrer Tour durch die Bundeswehr-Standorte des Landes begleitet. „Das ist auch ein Bekenntnis des Bundes zum Saarland als Standort und das tut uns gut in einer Zeit, die für uns in wirtschaftlicher Hinsicht nicht einfach ist“, so Hans.

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