Straßenausbau Martinshöhe

Kinderkunst und Pflanzen sollen Bruchsteinmauern ersetzen

Der Ausbau der Langgasse in Martinshöhe soll in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden.FOTO: Norbert Schwarz

Martinshöhe. (cos) Das Winterwetter sorgt im Augenblick dafür, dass in Martinshöhe die Ausbauarbeiten an der Langgasse, einer Querverbindung von der Zweibrücker Straße hinunter zur Felsenbrunnerstraße, derzeit ruhen.

800 000 Euro an Baukosten sind allein für die Straßenerneuerung veranschlagt. Ortsbürgermeister Hartwig Schneider geht davon aus, dass der Kostenrahmen entgegen der Ausbaumaßnahme in Schul- und Elisabethenstraße, diesmal nicht gesprengt wird. Ortsbürgermeister Schneider: „Der trockene Sommer hat uns neben weiteren Umständen in die Karten gespielt.“

Noch sind die Arbeiten nicht abgeschlossen, noch liegen die abSchlussrechnungen nicht vor, weil Restarbeiten notwendig sind. Trotzdem, Hartwig Schneider ist guter Dinge, dass mit diesem Ausbauprojekt keine weitere Anhebung des wiederkehrenden Beitrages und damit eine zusätzliche Bürgerbelastung notwendig wird. „Anfangs hat es überhaupt nicht gut ausgesehen, denn Bodenproben noch vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahmen ließen die Befürchtung aufkommen, dass wir wegen Sulfatrückständen bestimmte Ausbaubereiche im Untergrund als Sondermüll hätten entsorgen müssen. Doch dafür ergaben sich nach den späteren Schürfproben keine Anhaltspunkte.“

Wie die Sulfate (verdünnte Schwefelsäure) überhaupt ins Erdreich gelangen konnten, ist nachträglich nicht mehr zu klären gewesen. Tatsache sei allerdings gewesen, dass sich bei den ersten Probeentnahmen (Bohrungen) in den Gesteinsproben Sulfatspuren befunden und die damaligen Ortsbürgermeisterin Barbara Schommer zusammen mit den übrigen Mitgliedern des Ratsgremiums mit dem Schlimmsten rechnen musste. Erschwerend sei damals noch hinzu gekommen, dass die Proben vermischt wurden, sich nachträglich also nicht mehr rekonstruieren ließ, aus welchem Straßenabschnitt der Sulfatnachweis stammte. Hartwig Schneider im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: „Wir haben später dann nochmals Schürfproben genommen und die sind negativ gewesen. Auch mussten wir nicht, wie zunächst angenommen den Aushub für den Straßenunterbau über 50 Zentimeter vornehmen, das gleichfalls erheblich zur Kosteneinsparung beigetragen hat. Wir sind ja als Gemeinde durch den Ausbau der Schul- und Elisabethenstraße ein gebranntes Kind, deshalb ist die jetzige Entwicklung unbedingt positiv zu sehen.“ 

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