Kontrolliert gesprengt

Geldautomat in Mainz nach Evakuierung entschärft

Nachdem professionelle Täter vergeblich versucht hatten, einen Geldautomaten zu sprengen, wurde er von der Polizei abgesperrt, weil Sprengstoffreste befürchtet wurden. Am Sonntagabend folgte dann eine kontrollierte Sprengung, um den Geldautomaten zu entschärfen. FOTO: dpa / Lukas Görlach

Mainz. Ein beschädigter Geldautomat in Mainz löst einen Sondereinsatz aus. Es wurde befürchtet, dass sich in ihm noch Sprengstoffreste befinden. Jetzt ist die Gefahr gebannt.

Von dem Geldautomaten in Mainz, der bei einer Explosion zu Ostern schwer beschädigt wurde, geht keine Gefahr mehr aus. Er wurde erfolgreich entschärft, wie die Polizei am Sonntagabend nach dem mehrstündigen Einsatz über Twitter mitteilte. Die Sperrung wurde nach rund neun Stunden aufgehoben, das Evakuierungsgebiet konnte wieder betreten werden.

Knapp 400 Anwohner in einem Radius von rund 100 Metern mussten für den Einsatz am Sonntagmorgen vorsichtshalber ihre Wohnungen verlassen. Sie konnten vorübergehend in einer Halle unterkommen.

Unbekannte hatten den Automaten an Ostersamstag in die Luft gesprengt, waren aber nicht an das Geld gekommen. In dem Gerät wurden aber noch Sprengstoffreste vermutet – daher waren die Experten im Einsatz. Zunächst war die mechanische Öffnung des Bankautomaten angestrebt worden, um festzustellen, ob sich noch Sprengstoff im Innern befindet. Dafür waren Experten aus Baden-Württemberg angereist – mit einem Wasserstrahlschneidegerät. Da der Tresor stark beschädigt war, war die Öffnung allerdings trotz der Spezialtechnik nicht möglich, wie es hieß. Daher sei der Automat um 18.25 Uhr schließlich kontrolliert gesprengt worden.

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